Herzogenaurach
Geschenke

Herzogenauracher schicken Weihnachtsfreude nach Rumänien

Die Carl-Platz-Schule hat sich an der Aktion "Geschenke im Schuhkarton" beteiligt und schickt 225 Päckchen und weitere nützliche Dinge nach Lenauheim in Rumänien.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Grundschüler trugen ihre Geschenke selbst zum Transporter.      Foto: Richard Sänger
Die Grundschüler trugen ihre Geschenke selbst zum Transporter. Foto: Richard Sänger
+5 Bilder

Buchstäblich einen Haufen toll verpackter Nikolaus-Päckchen haben die Grundschüler der Carl-Platz-Schule am Freitag an Familie Britz übergeben und auf die Reise nach Rumänien geschickt. Damit wird zum fünften Mal eine Hilfsaktion für Kinder im rumänischen Banat umgesetzt.

Eva und Jakob Britz haben noch heute eine enge Beziehung nach Lenauheim in Rumänien, ihre frühere Heimat, und überraschen dort Kindergarten- und Grundschulkinder mit einem Weihnachtsgeschenk. "Die Unterstützung ist immer noch notwendig, denn es gibt noch viele arme Familien", erzählte Eva Britz.

Die Lehrerinnen Heike Hausecker und Heidi Großkopf haben die diesjährige Hilfsaktion organisiert, und in der Aula stapelten sich 225 Pakete und Büchertaschen sowie Kleidung und deutsche Schulbücher. Schulleiter Markus Hahn freute sich über die Resonanz auf die Aktion "Geschenke im Schuhkarton" und konnte auch noch eine Geldspende der Eltern und der Kunst-AG übergeben.

Jakob Britz wird sich mit seiner Frau Eva und dem Sohn Armin auf den Weg in das rund tausend Kilometer entfernte Banat machen. Wie Eva Britz erzählte, werden Kinder bedürftiger Familien in der Gemeinde Lenauheim, in Grabatz und Bogurosch sowie Bewohner eines Behindertenheimes mit den Geschenkpaketen überrascht. Die Grundschüler beluden dann mit großem Eifer den Transporter, den die Nürnberger Spedition Liegat Logistik unentgeltlich zur Verfügung stellt.

Nicht nur im Advent aktiv

"Die Kinder haben dort noch Respekt vor dem Nikolaus, und er wird die Päckchen auch persönlich übergeben", erklärte Eva Britz den Kindern. Das schönste Geschenk für sie selbst seien die Kinder mit ihren strahlenden Augen, die sich auch über Kleinigkeiten freuen können. Nicht nur zur Weihnachtszeit ist die Familie Britz in Rumänien aktiv, so werden auch immer wieder Fußballturniere veranstaltet.

Tschadat, das heutige Lenauheim, wurde 1767 als deutsche Siedlung neu angelegt und liegt in der Banater Heide. Lenauheim war ein deutsches Dorf. Bis zum Zweiten Weltkrieg lag der Anteil der deutschen Bevölkerung stets über 90 Prozent. Laut der Volkszählung von 1930 lebten hier 2456 Einwohner, davon waren 2366 Deutsche, was einem Bevölkerungsanteil von 96,3 Prozent entsprach. Heute leben noch rund 80 Deutsche in Lenauheim und über die Landmannschaften werden die Verbindungen in die alte Heimat aufrechterhalten.



Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren