Herzogenaurach
Rockfasching

Herzogenauracher Rockfasching ist Kultfasching

Wo Krieger mit Clowns tanzen, Zwerge mit Kätzchen schmusen und sich Rock mit Partymusik abwechselt - da ist das Herzogenauracher Partyvolk richtig!
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Die Kriegerinnen Theresa, Julia, Karin.  Fotos: Andreas Brandl
Die Kriegerinnen Theresa, Julia, Karin. Fotos: Andreas Brandl
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Der legendäre Kultfasching der Musikinitiative Herzogenaurach ließ am Samstagabend das Vereinshaus beben. Drei Livebands, jede Menge verrückter Masken und eine ausgelassene Partystimmung bis in den frühen Morgen prägten das Event, das schon zum 18. Mal über die Bühne ging.

"Die Stimmung ist super und es macht riesigen Spaß zu tanzen!"

Da waren sich Jan Körner und Julian Gast einig. Das fand auch Lena Krejsa: "Die Atmosphäre im Vereinshaus war cool und die Securitys waren alle sehr nett", lobte sie die Veranstaltung der wilden Verkleidungen. Es waren wieder mehr als 600 Musikfans gekommen, die meisten bunt kostümiert als Cowboys, Marienkäfer, Superhelden, Piraten oder Rotkäppchen.

Um 20.20 Uhr präsentierte Thomas "Smiley" Schönfelder "Deine Mutter", eine Band aus acht jungen Herzogenaurachern.
Später sagte Tim Steinheimer, Bassist der jungen Blues-Band, stolz: "Wir waren ein guter Anfang!" Und er hatte Recht damit. Die Band, die nach und nach auf der Bühne einflog, konnte bereits bei ihrem ersten Stück die Menge zum Mitwippen bewegen. Schnell kam Feierlaune auf und es war klar: "Deine Mutter" möchte laut Marcel Doudieh, dem Saxophonspieler, nächstes Jahr am liebsten gleich bei "Rock im Park" auftreten. Auch Thomas Pfeiffer gefiel der Opener. " Die sind wirklich gut!", lobte er die jungen Burschen.

Danach stellten die "Enzen-stones", eine eigentlich 18-köpfige Band der Musikinitiative Nürnberger Land, unter Beweis, dass sie auch mit nur 15 Leuten so richtig einheizen können. "Nachdem wir jetzt ‚Deine Mutter' gehört haben, kommt eine Band, die wirklich eure Mütter und Väter sein könnten", moderierte Smiley die Gruppe an, in der das Durchschnittsalter bei rund 50 Jahren liegt. Die Herzogenauracher Jugend horchte kurz auf, aber nach ein paar Takten war jedem klar:

Die wissen wie man Party macht!

Der Meinung war auch Gerhard Freudenberger: "Die Stimmung ist super und die Bands machen Spaß!" Im fliegenden Wechsel tauschten die Musiker in ihren kreativen Kostümen die Instrumente. Den "Enzenstones" machte ihr mittlerweile dritter Auftritt in Herzogenaurach sichtlich Spaß.

In einer kurzen Umbaupause, die der feierwütigen Menge schnell zu lang wurde, baute "Edelherb" auf. Viel musste nicht umgebaut werden. Schlagzeug, Verstärker und Keyboard standen bereits am rechten Fleck, noch schnell den Sound durchgecheckt - fertig. Drei Stunden hat "Edelherb" danach den Saal gerockt. Die Band aus dem Forchheimer Raum ist in Herzogenaurach wohl bekannt, spielt sie doch auch jedes Jahr auf der Sommerkirchweih. Mit ihrer Partymusik von den "Toten Hosen" über "Cro" bis hin zu "AC/DC" und den "Bösen Onkels" erreichen sie alle Gäste. Zum Toben bringen sie die Menge regelmäßig mit Evergreens wie "Fürstenfeld" von S.T.S und "Deine Schuld" von den Ärzten.

Begeistert von den Bands war auch Julia Mayer: "Es ist einfach super zu singen und zu tanzen", sagt die 18-jährige Schülerin strahlend, bevor sie wieder auf der Tanzfläche verschwindet, um ausgiebig weiterzufeiern.
Der Abend verging schnell, nach Hause gehen wollte aber zunächst keiner. Und so erbettelte sich die Feiergemeinde eine Zugabe nach der anderen - womit sie natürlich nicht auf taube Ohren stieß.
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