Herzogenaurach
Umweltbewusstsein

Herzogenauracher Grundschüler entdecken die Faszination der Natur

Am "Earth Day" lernen Kinder, warum sie ihre Umwelt auch für kommende Generationen erhalten sollen.
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German Hacker (l.) half den Kindern beim Verteilen des Saatguts.   Foto: Richard Sänger
German Hacker (l.) half den Kindern beim Verteilen des Saatguts. Foto: Richard Sänger
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Der achte "Earth Day" in Herzogenaurach stand unter dem Motto "Natur pur". Der "Earth Day", der 1970 in den USA entstand, ist als symbolischer Tag unserer Erde gewidmet. Er soll ein Bewusstsein für die Umwelt schaffen, aber auch die Faszination für die Natur wecken. Außerdem thematisiert dieser Tag, Verantwortung zu übernehmen für die Erde und kommende Generationen.

Bürgermeister German Hacker (SPD) und die Umweltbeauftragte Monika Preinl freuten sich über die Teilnahme von 385 Grundschüler der Jahrgangsstufen 2 bis 4 aus Niederndorf und Herzogenaurach. In unterschiedlichen Lebensräumen konnten die Schüler auf spielerische Art und Weise die Pflanzen- und Tierwelt sowie deren Bedeutung im Ökosystem Erde kennenlernen. Die vierte Klasse der Niederndorfer Cunz-Reyther-Schule ging an den Bimbach, um den Lebensraum des Baches zu erforschen. Mit dabei war auch der Biologe Paul Heidner, der den Kindern die mit den Keschern gefangenen Tiere, Schnecken und Insekten erläuterte und viele Fragen beantworten musste.

Am Ortsrand von Haundorf war die Klasse 2e der Grundschule Burgstaller Weg zugange, ihre Aufgabe war die Ansaat einer Blühfläche. Fritz Bayer vom städtischen Bauhof hatte mit zwei Mitarbeitern die Fläche vorbereitet, und die Kinder ebneten die Fläche ein und lockerten den Boden auf, damit die Saat mit 75 verschiedenen Sorten Wildblumen mit Erde bedeckt werden konnte. Monika Preinl stellte mit Bildern die wichtigsten Blumen vor, die den Insekten als Nahrungsquelle dienen und auf normalen Wiesen nicht mehr zu finden sind.


Bienenweide für daheim

Im Klosterwald und im Dohnwald war Försterin Heike Grumann mit Klassen unterwegs, um den Lebensraum Wald erlebbar zu machen. Auf einer Streuobstwiese am Klosterwald wurden die Klassen von der Naturpädagogin Martina Widuch betreut, die die wichtige Funktion einer Streuobstwiese für die Tiere erklärte. Am Zeidlerhaus des Herzogenauracher Imkervereins auf dem Adidas-Firmengelände erklärte Bienenfachberater Mages die Lebensweise der Bienen. Auch nahe dem Schulzentrum am Burgstaller Weg wurde ein Blühstreifen angelegt.

Hacker erklärte, dass es zum Abschluss für alle teilnehmenden Kinder und Betreuer ein Anzuchtset, bestehend aus Bienenweide-Samen, torffreier Erde und einem Pflanztopf aus Naturmaterial gibt. Damit soll auch ein Teil Natur in die Obhut und Verantwortung der Kinder übergeben werden. Die Freude beim Aufblühen des Grüns soll den symbolischen Tag nachhaltig erlebbar und im wahrsten Sinne lebendig machen.


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