Herzogenaurach
Tag der offenen Tür

Herzogenauracher Feuerwehr präsentiert die neue Wache

Die Herzogenauracher Feuerwehr präsentierte am Sonntag sich und ihre neue Wache.
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Ein bisschen Abkühlung tat auch den Kindern beim Tag der offenen Tür der Herzogenauracher Feuerwehr gut. Fotos: Richard Sänger
Ein bisschen Abkühlung tat auch den Kindern beim Tag der offenen Tür der Herzogenauracher Feuerwehr gut. Fotos: Richard Sänger
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Für einen Tag gab es an der Industriestraße den größten und auch wohl interessantesten Spielplatz der Stadt. Die Freiwillige Feuerwehr hatte, anlässlich der Einweihung ihrer sanierten Hauptfeuerwache, zum Tag der offenen Tür eingeladen.

"Das ist der Wahnsinn, was die Kameraden aus Herzogenaurach hier aufbieten und es sind ja unwahrscheinlich viele Kinder hier", staunte Robert Schmid aus der Partnerstadt Wolfsberg. Eine Abordnung der dortigen Feuerwehr mit ihrem Kommandanten Wolfgang Weisshaupt sowie dem stellvertretenden Stadtamtsleiter Schmid nahm an den Feierlichkeiten in Herzogenaurach teil und staunte über das Interesse der Bevölkerung am Sonntag. "In Herzogenaurach ist immer was los, die wissen wie man richtig feiert", lobte Schmid die Partnerstadt.

Highlight für Erwachsene und Kinder gleichermaßen waren nicht nur die Feuerwehrautos, sondern eine Arbeitsbühne, deren Korb bis zu einer Höhe von 62 Meter ausgefahren werden konnte. Zum Vergleich: Die gebräuchlichsten Drehleitern der Feuerwehren, erreichen nur eine Höhe von 30 Meter. Eine Fahrt mit der Mateco-Arbeitsbühne war dann auch nur für Wagemutige und schwindelfreie Leute gedacht. Es konnte natürlich nichts passieren, die Mitfahrer wurden mit einer Absturzsicherung ausgerüstet und konnten den Blick über den Dächern der Stadt genießen.

Aber auch sonst gab es für die Kinder immer wieder was Neues zu entdecken, schließlich durften sie in den Löschfahrzeugen ebenso Platz nehmen wie im Streifenwagen der Polizei. Aber auch das Rote Kreuz informierte mit einem Rettungswagen und für die Kleinen gab es kleine Geschenke. Ein Renner waren da auch die Kinder-Feuerwehrhelme, schließlich gehört ein solcher Helm zur Grundausrüstung der Feuerwehrleute. "Ich werde auch zwei mit nach Wolfsberg mitnehmen, die zwei Enkel sind auch so richtige Feuerwehr-Freaks", meint Robert Schmid.

Für Kinder war auch die Simulation eines Notrufes gedacht, aber den allermeisten Kindern war die 112 sowieso ein Begriff, schließlich wird das auch in den Kindertagesstätten immer wieder geübt. Aufgrund der sehr warmen Temperaturen waren natürlich die Wasserwand oder das Spritzen mit dem Strahlrohr das reine Vergnügen und manche Mama musste die Kleinen durch die Wasserwand begleiten. Wer schon alles entdeckt hatte, tobte sich in der Hüpfburg aus oder sah zu wie Menschen aus Fahrzeugen oder dem Obergeschoss gerettet wurden.

Nicht nur für Kinder, sondern auch insbesondere lehrreich war der Umgang mit Feuerlöschern und es konnten Papierbrände ebenso bekämpft werden wie Fettbrände. Eine Mutter meinte, ihre tropfnasse Tochter und deren Bruder betrachtend, "ich weiß wo wir heute den Rest des Tages verbringen, bei der Feuerwehr". Als sie ihre Kinder fragte, ob sie eine Bratwurst oder Schweinebraten möchten, kam es kam es zweistimmig aus der Wasserwand zurück: "Jetzt nicht, später".

"Eigentlich dürfte es hier keine Nachwuchssorgen geben, da sind ja mehr Kinder da als Erwachsene", meinte Robert Schmid, das Gewusel betrachtend. Der Sonntag, bei dem auch die neuen Räumlichkeiten besichtigt werden konnten, war eine echte Werbung für die Feuerwehr, aber auch für den Spielmannszug, der mehrmals mit Marschmusik zu unterhalten wusste.

Bereits am Samstag war das 3,75-Millionen-Euro-Bauprojekt Feuerwehrwache offiziell geweiht worden.
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