Herzogenaurach
Ferienprogramm

Herzogenauracher Ferienkinder löchern den Bürgermeister

German Hacker musste bei seiner Sprechstunde am Spielmobil nicht nur erklären, warum am Rathaus Löcher gegraben werden, sondern auch wie viel er verdient.
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German Hacker beantwortete jede Frage so genau wie möglich.     Foto: Richard Sänger
German Hacker beantwortete jede Frage so genau wie möglich. Foto: Richard Sänger
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Viele Fragen rund um seine Person und um die Stadt hatten die Mädchen und Buben gestern bei der Bürgermeister-Sprechstunde am Spielmobil an German Hacker (SPD). Dass Kinder mit offenen Augen durch die Stadt gehen, wurde Herzogenaurachs Stadtoberhaupt schnell klar, als er von Sina wegen einiger aufgerissenen Straßen gefragt wurde. Der Bürgermeister erklärte den Kindern, dass immer wieder alte Kanäle ausgewechselt und Leitungen verlegt werden müssen und die Arbeiten bewusst in die Ferienzeit gelegt werden. Denn da fahren keine Schulbusse und viele Leute seien auch im Urlaub.

Vincent würde sich auch in Herzogenaurach einen Märchenwald-Parcours wünschen, wie er ihn im Bayerischen Wald gesehen habe. Der Bürgermeister musste sich aber erst von den Kindern und von Bea Wirth aufklären lassen, was ein Märchenwald überhaupt sei. "Das wäre sicher auch in Herzogenaurach möglich. Es könnten Schritt für Schritt die entsprechenden Figuren aufgestellt werden", erklärte der Bürgermeister. Er könnte sich einen Märchenwald auf dem großen Wall an der Herzo Base vorstellen.

Auch zum Spielmobil gab es Wünsche. Evelyn hätte gerne einen "Spielmobil-Anhänger", den man überall mal hinstellen könnte. Auch da sah der Bürgermeister keine Probleme. Er schlug den Kindern vor, ihre Wünsche und Vorstellungen Bea Wirth vorzutragen. Die Betreuerin hat auch schon Pläne, denn das Spielmobil begeht in zwei Jahren sein 40. Jubiläum, das natürlich entsprechend gefeiert werden soll. Bea Wirth stellt sich vor, dieses Fest an dem dann neugestalteten Aurachufer zwischen Kuwe-Steg und Bahnhofsbrücke zu feiern.


Ein Zeugnis voller Einser

Natürlich gab es auch persönliche Fragen an das Stadtoberhaupt: "Warst du gut in der Schule?", fragte Charlotte. "Naja, eher mittelmäßig. Meine erste Eins hatte ich erst in der zehnten Klasse", gab der Bürgermeister zu und staunte, weil Charlotte im letzten Zeugnis nur Einsen hatte. "Was, nicht mal eine Zwei?", fragte das Stadtoberhaupt etwas ungläubig, und Charlotte schüttelte stolz den Kopf. Nachdem Franka fragte, was der Bürgermeister im Jahr verdient, wollte Charlotte wissen, was er vorher gearbeitet habe. Bereitwillig gab der Bürgermeister über sein Gehalt Auskunft und erzählte, dass er vorher Lehrer war.

"Warum werden am Rathaus Löcher gegraben?", war eine weitere Frage, und der Bürgermeister erläuterte die Planung zum Neubau des Rathauses und warum die Archäologen im Schlosshof und hinter dem Rathaus zugange sind. Auf seinem Smartphone hatte der Bürgermeister natürlich Fotos gespeichert, die er den Kindern erklärte. Hacker betonte, dass die Grabungen und die Suche nach Scherben und alten Mauern wichtig für Stadtgeschichte seien.

Über die vielen Hunde und deren Hinterlassenschaften in der Stadt machte sich Franka Gedanken. Wenn irgendwo Tütenspender fehlen, sollen das die Leute im Rathaus oder dem Bauhof melden, dann werden weitere Spender aufgestellt. Das gehe aber nur dort, wo auch Abfallkörbe stehen, gab das Stadtoberhaupt den Rat und sagte, dass Tüten im Rathaus-Foyer abgeholt werden können. German Hacker nahm sich viel Zeit, und für die Kinder scheint der Bürgermeister schlicht für alles zuständig zu sein.


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