Herzogenaurach
Nominierung

Herzogenauracher CSU startet den Wahlkampf

Mit Kandidaten aus allen Ortsteilen und gut einem Drittel Frauen auf der Liste will die CSU die Mehrheit im Herzogenauracher Stadtrat erobern.
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Sabine Hanisch (r.) will mit Unterstützung von Bernhard Schwab und Antje Körner die politische Nummer 1 in Herzogenaurach werden.    Foto: Richard Sänger
Sabine Hanisch (r.) will mit Unterstützung von Bernhard Schwab und Antje Körner die politische Nummer 1 in Herzogenaurach werden. Foto: Richard Sänger

Zur Nominierungsversammlung für die Stadtratsliste begrüßte die CSU-Ortsvorsitzende Antje Körner in der "Heimkantine" des FC Herzogenaurach etwas über 50 Mitglieder und Interessierte. "Wir haben 30 Kandidatinnen und Kandidaten, es ist uns gelungen, eine spannende Mischung zu finden, und es hat sich ein tolles Team gebildet", erklärte die Ortsvorsitzende und erläuterte die Formalitäten der geheimen Wahl.

Als Bürgermeisteranwärterin auf Platz eins steht die 53-jährige Sabine Hanisch. Sie geht als Spitzenkandidatin für die Herzogenauracher CSU in den Wahlkampf für die Stadtratswahl. Auf Platz zwei folgt ihr Walter Nussel, und der Fraktionsvorsitzende der CSU im Stadtrat, Bernhard Schwab, steht auf dem dritten Platz.

Mehr Leben in der Innenstadt

Dass Sabine Hanisch nicht nur Stadträtin, sondern Bürgermeisterin Herzogenaurachs werden will, war ihrer Vorstellungsrunde zu entnehmen. "Die Kommunalwahl am 15. März wird entscheiden, wie sich unsere Stadt die nächsten sechs Jahre entwickeln und den Herausforderungen der anstehenden Projekte stellen wird", schickte die Kandidatin ihrer kurzen Rede voraus. Es sei ihr ein Herzenswunsch, die Attraktivität der Innenstadt zu erhöhen und damit mehr Leben ins Stadtinnere zu bringe. Als eine Herausforderung sieht sie die Schienenanbindung, und dringend sei eine Verbesserung der Rad- und Verkehrswege. Auch eine Reorganisation des Stadtmarketings und eine bürgerfreundliche Kommunikation auf Augenhöhe sei notwendig. "Außerdem bleibe ich dabei, dass das soziale Leben mehr gefördert und die demografische Entwicklung bei den Senioren beachtet werden muss", erklärte Sabine Hanisch unter Beifall.

Aktuell sei der Neubau des Rathauses ein besonderer Brennpunkt, und als Bürgermeisterkandidatin hätte sie sich gewünscht, dass der Rathausneubau zunächst bis zur Kommunalwahl gestoppt wird. Der Wahltag wäre eine gute Gelegenheit gewesen, einen Bürgerentscheid durchzuführen. "Dieses Bauvorhaben ist eine so wichtige und bedeutende Maßnahme, dass alle Bürger eingebunden werden müssen. Ein Bürgervotum wäre ein klares Signal gewesen, dass wir auf Empfang sind. Aber viele Wünsche lassen sich nicht realisieren, wie die letzte Sitzung des Stadtrates zeigte."

Verwaltung teilweise ausgliedern

Die ersten Gewerke seien trotz massiver Kostensteigerung vergeben worden, und den CSU-Antrag, den Kauf des Puma-Gebäudes zu prüfen, habe Rot-Grün abgelehnt. Der Bürgermeister halte es nicht für nötig, die Bürger nach deren Meinung zu fragen. Sabine Hanisch kann sich vorstellen, Teile der Verwaltung auszugliedern. Im Schloss könnten das Bürgerbüro, die Stadtbibliothek und das Standesamt untergebracht werden. Denn gerade im digitalen Zeitalter sei es nicht erforderlich, eine Verwaltung zu zentralisieren.

Sabine Hanisch gab auch einen kurzen Einblick in die Themen, mit denen die Christsozialen im Kommunalwahlkampf punkten wollen. Dazu gehören Soziales, Digitales, Wirtschaft und Innenstadt ebenso wie Umwelt, Kultur und Sport sowie Finanzen und Verkehr. "Die Berufe unserer Kandidaten spiegeln einen breiten Querschnitt unserer Bevölkerung, vom Arbeitnehmer über den Selbstständigen bis hin zum Rentner. Kurz gesagt, unsere Liste bietet jedem Wähler eine gute Auswahl", erklärte die Bürgermeisterkandidatin nach der Einzelvorstellung der Kandidaten.

Die Liste für die Stadtratswahl umfasst 30 Kandidaten und zwei Ersatzkandidaten. Wie die Vorsitzende erläuterte, wurden alle Ortsteile berücksichtigt. Neun der CSU-Stadträte treten wieder an und auf der Liste stehen elf Frauen. Den Namen Konrad Körner sucht man auf der CSU-Liste vergebens, denn die Junge Union will demnächst eine eigene Liste präsentieren.

Kandidaten 1. Sabine Hanisch, 2. Walter Nussel, 3. Bernhard Schwab, 4. Nicole Danhof, 5. Samuel Hynek, 6. Ralf Wenisch, 7. Ille Prockl-Pfeiffer, 8. Walter Drebinger, 9. Kurt Zollhöfer, 10. Christine Edgar, 11. Frank Gäbelein, 12. Stephan Wirth, 13. Christian Polster, 14. Astrid Holzammer, 15. Sebastian Lang, 16. Norbert Scholian, 17. Jennifer Prockl, 18. Thomas Kotzer, 19. Christa Glasauer, 20. Radu Mudura, 21. René Handl, 22. Maggie Herber, 23. Stefan Müller, 24. Martin Sutter, 25. Anja Herbig, 26. Philipp Zeitschel, 27. Kathrin Gebhard, 28. Klaus Beck, 29. Antje Körner, 30. Franz-Josef Lang (gefettete Namen: schon bisher im Stadtrat)

Ersatzkandidaten Ruthild Schrepfer, Stefan Lehner

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