Herzogenaurach
Auszeichnung

Herzogenaurach dankt verdienten Ehrenamtlern

In der festlichen Jahresabschlusssitzung des Herzogenauracher Stadtrats wurden fünf Bürgermedaillen verliehen.
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German Hacker zeichnete Helga Lang, Hermann Josef Conrads, Dagmar Wegmann, Peter Persin und Siegbert Sendner (v. l.) aus.     Foto: Richard Sänger
German Hacker zeichnete Helga Lang, Hermann Josef Conrads, Dagmar Wegmann, Peter Persin und Siegbert Sendner (v. l.) aus. Foto: Richard Sänger

Die Stadt Herzogenaurach weiß um die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit. "Bürgerliches und ehrenamtliches Engagement formt, gestaltet und bereichert auch in unserer Stadt viele Bereiche des öffentlichen Lebens", erklärte Bürgermeister German Hacker (SPD) beim diesjährigen Ehrenabend im Sitzungssaal des Interimsrathauses.

"Sie alle setzen ihre Zeit, Kreativität und Energie unentgeltlich zum Wohle ihrer Mitmenschen ein. Ehrenamtliches Engagement hält die Gesellschaft zusammen, belebt das Gemeinwesen und trägt ganz erheblich zur Lebensqualität bei. Das, was im Ehrenamt geleistet wird, können weder Staat noch Stadt ersetzen. Deshalb können wir das Ehrenamt nicht oft genug öffentlich anerkennen und würdigen. Auch die Stadt könnte Ehrenamt nicht bezahlen", führte der Bürgermeister aus. Wer ein solches ausübe, werde dennoch bereichert: durch "das Gefühl, etwas Sinnvolles, Richtiges und Wichtiges getan zu haben". Bürgerschaftliches Engagement sei demzufolge kein Opfer, sondern Ausdruck von Solidarität.

Meistens seien es die stillen Helden, die ihre Zeit, Kreativität und Energie unentgeltlich zum Wohle der Mitmenschen einsetzen. Manche von ihnen würden zum Beispiel als Vereinsvorsitzende in der Öffentlichkeit wahrgenommen, andere arbeiteten in sozialen Organisationen oder im persönlichen Umfeld eher im Verborgenen und jenseits öffentlicher Aufmerksamkeit. Wieder andere hätten vielleicht selbstlos, aufopfernd und spontan Hilfe geleistet.

Als Dank und Anerkennung für ihr bürgerschaftliches Engagement zeichnete der Bürgermeister fünf Persönlichkeiten für ihr langjähriges, großartiges ehrenamtliches Engagement an wichtigen Schlüsselpositionen mit der Bürgermedaille aus: Helga Lang, Dagmar Wegmann, Hermann Josef Conrads, Peter Persin und Siegbert Sendner.

Ein Blick zurück

Bevor sich der Bürgermeister den Hauptpersonen des Abends zuwendete, warf er einen kurzen Blick zurück auf das Herzogenauracher Jahr 2019. Kinderbetreuung, Verkehr, Stadtentwicklung, Kultur - es sei viel passiert. "Auch wenn viele von Ihnen, insbesondere natürlich meine Stadtratskolleginnen und -kollegen alles davon kennen, weil sie es ja - trotz aller Falschbehauptungen in Leserbriefen, der Bürgermeister entscheide alles alleine - entschieden haben, so ist es die Gesamtheit aller Aktivitäten, auch und gerade derer im Ehrenamt wie unsere Stadträte, dass die Stadt so erfolgreich ist."

Die Ehrungen wurden von Thomas "Smiley" Schönfelder mit den Bandmitgliedern Werner Pfannerer, Tassilo Pesold, und Jojo Schmid musikalisch umrahmt und bei "Tage wie diese" oder "Brown eyed girl" und "Irgendwann bleib I dann dort" summten die Gäste mit. Bei "Marmor, Stein und Eisen bricht" geriet der Saal in Bewegung und die Band unterhielt auch beim anschließenden gemütlichen Teil.

Die Geehrten bedankten sich abschließend bei der Stadt und bei ihren Familien, die es erst möglich machen, sich ehrenamtlich zu betätigen. In ihren Dankesworten schlossen sie aber auch ihre Mitstreiter im Verein oder Organisation mit ein, denn auch diese trügen wesentlich dazu beigetragen, dass das Ehrenamt erfolgreich ausgeübt werden kann.

Die Geehrten

Helga Lang wurde die Bürgermedaille der Stadt Herzogenaurach für ihre langjährige, Jahrzehnte lange ehrenamtliche Arbeit an verantwortlicher Stelle im Hospizverein Herzogenaurach, insbesondere bei dessen Gründung in der heutigen Form ab dem Jahr 2003, verliehen. Sie war bereits 1982 Mitglied, später Beisitzerin, zweite Vorsitzende und von 2003 bis 2015 Vorsitzende des Hospizvereins (früher Verein für ambulante Krankenpflege). Sie war maßgeblich bei vielen Projekten beteiligt, u.a. der Einführung des Trauercafés, Durchführung von Ausflügen oder ökumenischen Trauergottesdiensten. Zusätzlich ist sie seit vielen Jahren in verschiedenen weiteren Bereichen ehrenamtlich tätig, u.a. als Mitglied im Seniorenbeirat der Stadt Herzogenaurach von 2007 bis 2019 oder im Katholischen Deutschen Frauenbund.

Dagmar Wegmann wurde ebenfalls mit der Bürgermedaille der Stadt Herzogenaurach für ihr herausragendes und überaus breites ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Sie ist seit Jahrzehnten in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich tätig, so nahezu 30 Jahre lang die Mutter-Kind-Gruppen der Stadt koordiniert oder für viele Sportlerinnen und Sportler beim ASV Niederndorf alles rund um die Abnahme des Sportabzeichens organisiert. Darüber hinaus ist Doris Wegmann seit vielen Jahren bei HerzoTV tätig.

Hermann Josef Conrads wurde mit der Bürgermedaille der Stadt Herzogenaurach für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement rund um "seine Pfarrei" St. Josef Niederndorf geehrt. Er ist maßgeblich seit Jahrzehnten mit vielen Projekten bzw. Aufgaben in der Pfarrei betraut. Sei es als ehrenamtlicher Mesner, Kommunionhelfer, Lektor oder langjähriger Vorsitzender des Pfarrgemeinderates St. Josef (jetzt des Seelsorgebereichsrates der Kath. Pfarreiengemeinschaft Herzogenaurach). Ebenfalls arbeitet er in vielen Sachausschüssen mit und organisiert quasi alles "rund um seine Pfarrei". Er hatte im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit über mehr als 20 Jahre hinweg auch den Betrieb der Kindertagesstätte St. Josef Niederndorf und den Hort St. Josef organisatorisch unter seinen Fittichen.

Peter Persin wurde mit der Bürgermedaille der Stadt Herzogenaurach für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach ausgezeichnet. Er war Gründungsmitglied der Stadtjugendkapelle und über 50 Jahre lang aktiver Musiker, der "Tuba-Peter". Peter Persin hat dort in all den Jahren viele Positionen bekleidet, war u.a. 25 Jahre im Präsidium und führte das Archiv. Auch überregional ist er im Kreisverband des Nordbayerischen Musikbundes und im Kreismusikrat Erlangen-Höchstadt tätig.

Siegbert Sendner wurde die Bürgermedaille der Stadt Herzogenaurach für seine geradezu lebenslange ehrenamtliche Arbeit an verantwortungsvoller Stelle bei der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenaurach in Kombination mit einer mittlerweile über 11jährigen ehrenamtlichen Stadtratstätigkeit verliehen. Er ist langjähriges Mitglied der Feuerwehr, kam bereits mit zehn Jahren als Trommler zum Spielmannszug, den er später 17 Jahre lang leitete. Mit sechzehn Jahren, im Jahr 1963, begann sein aktiver Feuerwehrdienst. Er hat viele Stationen in seinem bis 2007 dauernden, aktiven Dienst ausgeübt. Er war u.a. Gruppenführer, Kommandant und langjähriger Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenaurach, jahrelang sogar beides. 1987 wurde er zum Kreisbrandmeister berufen. Sein großartiges Organisationstalent bewies er bei den Feierlichkeiten zum 125-jährigen Feuerwehrjubiläum (1993) oder der Durchführung des Festzuges zur 1000-Jahr-Feier (2002).

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