Laden...
Herzogenaurach
Bürgermeisterwahl

Herzogenaurach: Amtsinhaber German Hacker muss in die Stichwahl

Amtsinhaber German Hacker erreichte mit 48,8 Prozent der Stimmen zwar eine deutliche Mehrheit, aber er muss in die Verlängerung. Und trifft dort auf Sabine Hanisch von der CSU.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Familie Hacker verfolgt die eintreffenden Ergebnisse am Handy und auf dem Monitor: Bürgermeister German Hacker mit Ehefrau Uta sowie den Söhnen Matthias und Kilian (rechts)
Die Familie Hacker verfolgt die eintreffenden Ergebnisse am Handy und auf dem Monitor: Bürgermeister German Hacker mit Ehefrau Uta sowie den Söhnen Matthias und Kilian (rechts)
+9 Bilder

Ein Wahlabend im Zeichen der Corona-Krise: Die Leute im Sitzungssaal begrüßten sich mit dem Ellbogengruß und verzichteten auf einen Handschlag, aber immerhin war das Rathaus geöffnet. So blickten die Kandidaten gespannt dem Ergebnis entgegen.

Die Spannung lag dabei in der einen Frage: Gelingt es dem amtieren Bürgermeister German Hacker, seine dritte Amtszeit auf Anhieb zu erreichen? Oder mus er in die Stichwahl? Letztlich fehlte ein gutes Prozent auf die absolute Mehrheit. Es wird am 29. März eine Stichwahl geben.

In diese hat es Sabine Hanisch geschafft, die Kandidatin der CSU. 18,4 Prozent genügten ihr für den zweiten Platz unter den sechs Bewerbern. Hanisch, die erste Frau in der CSU, die für das Bürgermeisteramt kandidierte, feierte laut und fröhlich. Als hätte sie die Wahl gewonnen.

"Ich bin super stolz und glücklich", sagte die 54-Jährige aus Hammerbach. Die Stichwahl sei das erklärte Ziel der CSU gewesen und das habe man erreicht. Sie zeigte sich optimistisch für diesen zweiten Wahlgang in 14 Tagen: "Wir wollen die Stichwahl gewinnen." Den Grund für die Zuversicht sieht die CSU darin, dass Amtsinhaber German Hacker zuletzt eine Zwei-Drittel-Mehrheit hatte und jetzt deutlich an Stimmen verloren habe. "Die Wähler sind nicht mehr so einverstanden mit der Politik."

Hacker selbst blieb gelassen, trotz deutlicher Stimmeneinbußen. Es habe knapp nicht für die absolute Mehrheit gereicht, was ihm freilich lieber gewesen wäre. Aber sechs Bewerber seien halt einer zu viel gewesen. Hacker zeigte sich aber "außerordentlich optimistisch" für die Stichwahl. Letztlich könnten es Michael Dassler von der FDP (2,36 Prozent) oder Steffen Moroskow von der "Partei" (3,2 Prozent) gewesen sein, die beide Stimmen wegnahmen, aber letztlich keine Chance hatten. Die "Partei" feierte den Erstlingserfolg eines Bürgermeisterkandidaten mit Freibier für die Besucher im Sitzungssaal.

Manfred Welker (FW) scheiterte mit 17,1 Prozent knapp an der Stichwahl, zeigte sich aber nicht unzufrieden, bedeutete das Ergebnis doch eine klare Verbesserung. Aber er hätte sich etwas mehr ausgerechnet. Zufrieden mit seinen 10,1 Prozent war Georgios Halkias von den Grünen. Für ihn persönlich sei das ein "tolles Ergebnis".

Herzogenaurach

Wahlberechtigte 18 131 Wähler 11 201 Wahlbeteiligung 61.78 %

German Hacker

(SPD) 48,80 %

Sabine Hanisch 1(CSU) 18,40 Manfred Welker (FW) 17,10 Georgios Halkias (Grüne) 10,13 Steffen Moroskow (Partei) 3,2 Michael Dassler (FDP) 2,36

Bürgermeisterwahl