Herzogenaurach

Herzo-Werke bauen Wärmespeicher

Durch einen Speicher neben dem Heizkraftwerk an der Flughafenstraße können schwankende Abnahmemengen im Frühjahr und im Herbst abgefedert werden.
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Während die Arbeiter der Firma Raab das Fundament betonierten, hatten Bürgermeister German Hacker, Herzo-Werke-Geschäftsführer Jürgen Bauer und technischer Leiter Dietmar Klenk (neben der Rinne v. l.) Zeit für eine Fachsimpelei.     Foto: Richard Sänger
Während die Arbeiter der Firma Raab das Fundament betonierten, hatten Bürgermeister German Hacker, Herzo-Werke-Geschäftsführer Jürgen Bauer und technischer Leiter Dietmar Klenk (neben der Rinne v. l.) Zeit für eine Fachsimpelei. Foto: Richard Sänger
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Am Heizkraftwerk an der Straße "Zum Flughafen" wird in den nächsten Monaten ein oberirdischer Wärmespeicher entstehen. Die Inbetriebnahme ist für September 2020 vorgesehen. Der Wärmespeicher hat eine Höhe von 20 Metern sowie ein Bruttovolumen von 160 Kubikmetern, die Investition wird rund 400 000 Euro betragen.

Ein "Spatenstich" war beim Vorstellungstermin nicht mehr erforderlich, das Fundament war bereits ausgehoben und der Bau des Wärmespeichers geht schneller voran als geplant. Durch die frostfreie Witterung kann noch vor Weihnachten das Fundament für das knapp 20 Meter hohe Bauwerk betoniert werden.

Durch den intensiven Ausbau des Fernwärmenetzes und die Erschließung neuer Baugebiete können die Herzo-Werke immer mehr Kunden mit Wärme versorgen, erläuterte Geschäftsführer Jürgen Bauer. Die Erzeugung erfolgt im Kraft-Wärme-Kopplungsverfahren am Heizkraftwerk und im Gewerbegebiet Nord 2. "In diesem hocheffizienten Verfahren wird durch Gasmotoren, die hauptsächlich mit Biogas betrieben werden, Wärme und Strom erzeugt", erklärte Bürgermeister German Hacker (SPD) am Rande der Baugrube.

Wie Jürgen Bauer sagte, können vorwiegend in den Übergangszeiten Frühjahr und Herbst dadurch die schwankenden Wärmeabnahmemengen gepuffert, die Laufzeiten der Gasmotoren optimiert und die Stromproduktion erhöht werden. Zudem wird die Wärmeerzeugung aus konventioneller Kesseltechnik ersetzt und damit werde der Investitionsbedarf reduziert. Um den erwarteten zukünftigen Wärmebedarf abzudecken ist auch ein zweiter Speicherturm in der Grundlagenplanung berücksichtigt. Nach geplanter Fertigstellung im Juli 2020 und entsprechendem Probebetrieb soll der Speicher dann im September 2020 ans Netz gehen.

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