Gremsdorf
Konzert

Hemhofener Nachwuchschor feiert eine schwungvolle Premiere

Der Nachwuchschor "Felicitas Fidelis" verjüngt die Sängergruppe Höchstadt.
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Die Kinder aus Hemhofen begeisterten mit ihrem Gesang und ihrem flotten Outfit. Foto: Evi Seeger
Die Kinder aus Hemhofen begeisterten mit ihrem Gesang und ihrem flotten Outfit. Foto: Evi Seeger
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"Wenn man den Ton nicht halten kann, dann singt ihn halt der Nebenmann!" Das lustige Lied, das Dirigentin Hella Commichau mit dem gemischten Chor der "Harmonie Neuhaus" anstimmte, zauberte ein Lächeln auf die Gesichter von rund 300 Zuhörern. Die 35 geübten Sänger aus Neuhaus konnten natürlich die Töne halten. Sie eröffneten das Konzert der Sängergruppe Höchstadt, die an dem lauen Frühlingssonntag in das Forum der Barmherzigen Brüder eingeladen hatte.

Unter dem Titel "Querbeet" hatte Gruppenchorleiterin Ingrid Geyer aus Mühlhausen ein Programm zusammengestellt, das seinem Motto durchaus gerecht wurde. Vier Chöre der Sängergruppe, ein Gastchor, der Männergesangverein aus Ottensoos bei Lauf, und Solisten präsentierten einen bunten Strauß an Liedern. Berühmte Filmmelodien waren ebenso zu hören wie klassische Chormusik.

Mit "Morgenlicht leuchtet", einer deutschen Version des weltbekannten "Morning has broken", rühmte der Chor aus Neuhaus musikalisch den Schöpfer und sein wunderbares Werk. Auf Urlaub eingestimmt wurden die Zuhörer von der Singgemeinschaft Wachenroth. "Seemann, lass das Träumen, denk nicht an Zuhaus" ist ein Schlager-Oldie, der mit der Erinnerung an "Wind und Wellen" auch eine etwas melancholische Stimmung wach ruft.


Feuerprobe für die Dirigentin

Dirigiert wurde der Wachenrother Chor von der neuen Chorleiterin Sylvia Malzer, einem "Kind aus eigenen Reihen", die die Stimmgabel vom langjährigen Dirigenten Dominik Ignatzek übernommen hat. "Über sieben Brücken musst du geh'n", ein immer gern gehörtes Lied, stimmten Irina und Gabriel Konjaev mit dem Liederkranz Höchstadt an. Einfühlsam, wie es dem Text entspricht, sangen die Männer und Frauen vom Trost, der von einem Lied ausgehen kann.

Mit "Felicitas Fidelis" aus Hemhofen kam jugendlicher Schwung in die Halle. Unter der Leitung von Sandra Russ und Instrumentalbegleitung sangen die Mädels vom mystischen Zauber von "Avalon, dort wo unsere Träume wohnen". Die junge Formation hatte in Gremsdorf ihren ersten öffentlichen Auftritt und wurde von der Sängergruppe begeistert aufgenommen.

Auch solistische Glanzleistungen waren zu hören: Thomas Vogler aus Nürnberg sang unter anderem das sehnsuchtsvolle "Moon River", bei dem der Nebel über dem Fluss fast greifbar wurde. Bekannt wurde das Lied als Filmmelodie in "Frühstück bei Tiffany". Am Klavier begleitet wurde der Bariton von Andreas Billmeyer. Sopranistin Anja Lugert aus Cadolzburg sah mit "La vie en rose" das Leben (wie einst Edith Piaf, die es getextet hat) frisch verliebt durch eine rosarote Brille. Beide Solisten sind übrigens keine Profis, sondern singen aus reiner Freude.

Gruppenvorsitzende Emilie Meier lauschte den gesanglichen Darbietungen zusammen mit ihrem Mann Manfred Meier, dem einstigen Kreischorleiter und Ehrenmitglied des Sängerkreises Erlangen-Forchheim. Besondere Freude zeigte sie über den Nachwuchschor aus Hemhofen und dessen flottes (gesponsertes) Outfit.

Nach anspruchsvollen Chorsätzen ließ der Gastchor aus Ottensoos das Konzert mit einem fröhlichen Trinklied ausklingen. Wie Gruppenchorleiterin Ingrid Geyer berichtete, ist der Chor aus Ottensoos mit etwa 30 Sängern einer der ganz seltenen Männerchöre. Er sei in den letzten Jahren "nicht geschrumpft", sondern habe neue Sänger dazu gewinnen können.
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