Herzogenaurach

Heller-Keller in Herzogenaurach nimmt Betrieb auf

Nach längerem Warten war es am Samstag soweit: Der Heller-Keller im Weihersbach hat seine Pforten geöffnet.
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Am Samstag war Eröffnungsabend auf dem Heller-Keller im Weihersbach.  Sehr zur Freude der Familie Baier waren  alle Garnituren besetzt. Foto: Richard Sänger
Am Samstag war Eröffnungsabend auf dem Heller-Keller im Weihersbach. Sehr zur Freude der Familie Baier waren alle Garnituren besetzt. Foto: Richard Sänger
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Der Sommer ist zwar bald schon vorbei - nun hat am Samstag auch der Heller-Keller im Weiherbach seine Pforten geöffnet. Wie der Fränkische Tag berichtete, gab es für den 33-jährigen Gastronom Hannes Baier vorerst eine Sondergenehmigung der Stadt, da die Konzession des Landratsamtes noch ein bisschen auf sie Warten lässt. Schließlich hatte der Wirt schon bei der Sommerkirchweih versprochen, den Keller in den Sommermonaten regelmäßig zu öffnen.

"Ich bin total überrascht", sagte Baier am Eröffnungsabend, denn sowohl die Garnituren vor und über dem Keller waren alle besetzt. Natürlich kamen die Kerwasburschen ebenso wie Stammgäste der Brauereigaststätte in den Weihersbach und auch Passanten nahmen gerne Platz. Die Familie Baier und das Kirchweih-Personal hatten alle Hände voll zu tun, denn nicht das Wetter passte.

Natürlich gehören zum Angebot eines Kellers fränkische Bratwürste und hausgemachter Obatzter ebenso dazu wie eine Kellerplatte, Wurstsalat oder Limburger mit Musik. Auch Rettich und ein einfaches Schnittlauchbrot werden angeboten. Für die Speisen sorgen Adelgunde (Mama) und Peter Baier, die in der Brotzeitbude direkt neben dem Keller das Essen auf die Teller bringen.

Nicht mehr länger warten

Wie Hannes Baier erzählte, wollte und konnte er mit der Eröffnung nicht mehr länger warten, immer wieder seien Leute vorbeigekommen, wenn die Familie am Keller arbeitete und hätten gefragt, wann es endlich losgehe.

Nach dem Bericht im Fränkischen Tag konnte er die Leute nicht mehr vertrösten. So herrschte am Eröffnungsabend auch eine richtige Bierkeller-Atmosphäre und aus den Reihen der Besucher waren zu hören: "Das war in Herzogenaurach schon längst überfällig und hat gefehlt, es gibt ja sonst fast nichts mehr." Das vernahm die Familie Baier natürlich mit Freude, schließlich ist sie durch die Sommerkirchweih bekannt und geschätzt. Wie Hannes Baier erzählte, werden sich die Öffnungszeiten noch einspielen.

Vorläufige Öffnungszeiten

Bis zur Genehmigung durch das Landratsamt, ist der Heller-Keller vorerst am Freitagabend und am Samstag geöffnet, denn Anfragen von Gästen und auch Firmen habe er genügend, sagt Hannes Baier.

Er werde sich Wünsche und Anregungen der Gäste zu Herzen nehmen, außerdem wolle man zum benachbarten Ansbacher-Tor-Keller ein gutes Verhältnis pflegen. Er könne sich auch gemeinsame Aktionen vorstellen. Schließlich sind Bierkeller von der fränkischen Tradition nicht mehr weg zu denken und nach Meinung der Bierkeller-Freunde gibt es viel zu wenig. "Es gibt nichts Schöneres, als sich bei schönem Wetter aufs Rad zu schwingen und auf einem Keller eine Pause einzulegen", hieß es bei den Gästen am Freitagabend. Und schon gab's ein neues Thema an einem Tisch "vor" dem Keller. Denn in vielen Fällen wurde meist über dem Keller ein Schankbetrieb eröffnet und daraus entstand die Redewendung: Auf den Keller gehen.

Die Frage: Sitzt man im Weihersbach "auf" oder "vor" beziehungsweise "über" dem Keller? Diese Frage wurde an diesem Abend nicht geklärt. Schließlich saß die Truppe unten vor dem Keller.

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