Herzogenaurach
Verbundenheit

Heimatverein Herzogenaurach begrüßt sein 750. Mitglied

Der Unternehmer Wolfgang Ebster, ein gebürtiger Österreicher, ist das 750. Mitglied beim Heimatverein. Der 59-Jährige schätzt Herzogenaurach.
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Unternehmer Wolfgang Ebster beim 25-jährigen Firmenjubiläum von Proleit im Jahr 2011. Was mag er da gesagt haben? Vielleicht ja das: "Weil ich mich in Herzogenaurach wohl fühle, trete ich demnächst beim Heimatverein ein..."  Foto: Bernhard Panzer (Archiv)
Unternehmer Wolfgang Ebster beim 25-jährigen Firmenjubiläum von Proleit im Jahr 2011. Was mag er da gesagt haben? Vielleicht ja das: "Weil ich mich in Herzogenaurach wohl fühle, trete ich demnächst beim Heimatverein ein..." Foto: Bernhard Panzer (Archiv)
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Wolfgang Ebster ist ein gebürtiger Österreicher, aber seine Heimat hat er längst in Franken gefunden. Und da vor allem in Herzogenaurach, wo er schon seit mehr als 25 Jahren lebt. Keine Frage, dass der Unternehmer irgendwann "weich" geworden ist und sich entschloss, dem hiesigen Heimatverein beizutreten. Dass er da aber auch noch ein Jubiläumsmitglied wurde, das ahnte er vorher freilich nicht.

Denn am Dienstag konnten die Vorsitzenden des Vereins, Klaus-Peter Gäbelein, Stephan Wirth und Herbert Dummer, zusammen mit weiteren Vorstandsmitgliedern drei neue Mitglieder begrüßen: das Ehepaar Barbara und Hannes Peetz sowie den Unternehmer Wolfgang Ebster. Und der ist jetzt das 750. Mitglied im Heimatverein.

"Ich lebe schon über ein Vierteljahrhundert in Herzogenaurach, fühle mich hier wohl, schätze die hervorragende Lebensqualität und die fränkische Mentalität", sagte Ebster bei der Ehrung. Er ist der Mitbegründer der Firma Proleit, die er vor 33 Jahren gemeinsam mit seinem Partner Manfred Czepl aus kleinsten Anfängen heraus zu einem florierenden, weltweit operierenden Unternehmen gemacht hat. Der Betrieb aus der Software-Branche mit Sitz in der Einsteinstraße hat inzwischen mehr als 500 Mitarbeiter. Damit zählt Proleit zu den Global Playern der international ausgerichteten "kleinsten Weltstadt", wie Herzogenaurach auch schon mal genannt wird.

Das aber schließt Heimatverbundenheit ja nicht aus. Und so ist Ebster mit seiner Firma auch immer mal Sponsor lokaler Events, wie zum Beispiel dem neuen Kulturfestival. Das er im vergangenen September auch interessiert besucht hat.

"Ich möchte meine Verbundenheit zu den Menschen und zur Stadt durch meine Mitgliedschaft untermauern", betont der Geschichtsfan Ebster. Und fügt hinzu: "Der Mensch braucht eine Heimat und die habe ich hier in Franken und in Herzogenaurach längst gefunden." Auch seine Gattin Belen, eine geborene Spanierin, ist hier an der Aurach längst zu Hause.

Das Ehepaar Peetz

Mitglied mit der Nummer 749 ist Barbara Peetz. " Ich wollte eigentlich schon immer Mitglied im Verein werden", sagt sie, schließlich ist sie eine der wenigen Bürger in der Stadt, die noch hier im Ort geboren wurden. So hat sie sich dann kurz entschlossen vor etwa 14 Tagen über die Internetseite des Heimatvereins angemeldet. Ihr Gatte Hannes, ebenfalls ein waschechter "Herziaurier" und erfolgreicher Fuhrunternehmer (Mitglied Nr. 751), folgte ihr nur wenige Tage später. Allerdings war ihm da bereits Wolfgang Ebster zuvorgekommen, der in diesem "Kopf-an-Kopf-Rennen" als 750. Mitglied eingetragen werden konnte.

113-jährige Geschichte

Man sieht also, dass von einer sonst zunehmenden Vereinsmüdigkeit beim Heimatverein nichts zu verspüren ist. Der Verein, 1906 von heimatliebenden honorigen Bürgern als "Heimat- und Verschönerungsverein" gegründet, erlebte zwar auch Tiefpunkte und Krisen in seiner 113-jährigen Geschichte, doch derzeit finden immer mehr interessierte Bürger den Weg zu einem der größten Heimatvereine in Franken.

Die Verantwortlichen ließen es sich nicht nehmen, die Neuen - ganz typisch für Franken - mit Bratwürsten und einheimischem Bier zu begrüßen. Dabei bestand der Österreicher Ebster problemlos einen fränkischen Sprachtest. bp/gä



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