Laden...
Höchstadt
Kabelschaden

Haas-Gasse in Höchstadt wird wieder aufgegraben

Die Bayernwerk AG muss eine marode 20-kV-Stromleitung in der Höchstadter Innenstadt auswechseln. Die 210 Meter neues Kabel kosten rund 33.000 Euro.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die vor wenigen Jahren erneuerte Haas-Gasse in Höchstadt wird jetzt wieder aufgegraben. Foto: Andreas Dorsch
Die vor wenigen Jahren erneuerte Haas-Gasse in Höchstadt wird jetzt wieder aufgegraben. Foto: Andreas Dorsch
+1 Bild
Sechs Jahre sind erst vergangen, seit die Dr.-Haas-Gasse in der Höchstadter Innenstadt komplett neu gestaltet wurde. Derzeit wird die mit Betonpflaster belegte Sackgasse schon wieder aufgegraben. Der Grund: ein marodes 20-kV-Stromkabel.

"Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir das Kabel damals gleich mit erneuert", sagt heute Esther Knemeyer, Pressesprecherin der Bayernwerk AG. Dieses Unternehmen - übrigens eine hundertprozentige Eon-Tochter - ist inzwischen auch in Höchstadt für die Infrastruktur des Stromnetzes zuständig.

Aus damaliger Sicht habe es aber keinen Anlass gegeben, das Kabel im Zuge des Neuaufbaus der Straße gleich mit auszuwechseln. Nach einem kürzlich aufgetretenen Störfall sei jetzt aber die Erneuerung des Kabels unumgänglich.

Von der Trafostation Am Graben bis zur Station Am Brauhaus am Rande des Engelgartens muss aufgegraben werden, um das Kabel auszutauschen.
Laut Pressesprecherin Knemeyer sind 210 Meter Kabelstrang betroffen. Dem Netzbetreiber Bayernwerk kostet diese Aktion rund 33 000 Euro. Bis Mitte/Ende nächster Woche sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Schweißtreibende Handarbeit
Wer sich an der Baustelle umschaut, kann sehen, wie aufwendig es ist, ein im Boden verlegtes Stromkabel auszutauschen. Im Bereich östlich der Hauptstraße kommt unter dem Granitpflaster erst mal eine massive Asphaltschicht zum Vorschein, die mit einem Kompressor von Hand ausgebaut werden muss.

Nur unter der Hauptstraße und dem Treppenabgang in die Haas-Gasse ist ein Leerrohr fürs Stromkabel verlegt. Auf dem Rest der Strecke muss aufgegraben werden. Die Technik, bei der ohne zu graben Leerrohre durch den Untergrund geschossen werden, könne man in der Haas-Gasse nicht einsetzen, erklärte ein Bauarbeiter vor Ort unserer Zeitung. "Da liegen überall die unterschiedlichsten Leitungen."

Trotz des schadhaften Kabels kommt bei den Anliegern Strom aus den Steckdosen. Das doppelt abgesicherte Stromnetz bei uns macht dies möglich. In anderen Ländern wäre ein längerer Stromausfall die Folge.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren