Ailsbach

Guru von Lonnerstadt beantragt erneut Haftaufschub

Der "Guru von Lonnerstadt" und seine Lebensgefährtin müssen vorerst nicht ins Gefängnis. Das Paar hat einen zweiten Antrag auf Haftaufschub gestellt.
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Der "Guru von Lonnerstadt" und seine Lebensgefährtin haben erneut Haftaufschub beantragt. Foto: Bauriedel
Der "Guru von Lonnerstadt" und seine Lebensgefährtin haben erneut Haftaufschub beantragt. Foto: Bauriedel
Der "Guru von Lonnerstadt" muss seine Haftstrafe vorerst nicht antreten. Wie Antje Gabriels-Gorsolke, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, auf Anfrage von inFranken.de mitteilt, haben Gerhard L. und seine Lebensgefährtin erneut einen Antrag auf Haftaufschub gestellt.

Anders als letzte Woche, als der erste Haftaufschub des Paares wegen gesundheitlicher Gründe nach einer mehrwöchigen Bearbeitung durch die Rechtspflege letztlich abgelehnt worden war, seien diesmal die geforderten Atteste mit eingereicht worden, so Gabriels-Gorsolke.

Noch in dieser Woche soll eine Entscheidung über den Antrag fallen. Es werde nun geprüft, ob ein sachverständiger Mediziner hinzugezogen wird, um zu prüfen, ob das Paar tatsächlich zu krank für eine Haft ist.

Gerhard L. und seine Lebensgefährtin waren zuerst 2014 vom Landgericht Nürnberg-Fürth zu drei Jahren Haft verurteilt worden, weil sie dem damals 15-jährigen Sohn der Lebensgefährtin keine Medikamente gegeben hatten, obwohl er an Mukoviszidose erkrankt ist. Dadurch sei er in eine "potenziell lebensbedrohliche Situation" geraten. Eine Revision wurde vom Bundesgerichtshof im August letzten Jahres verworfen.

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