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Niederndorf
Prüfung

Grundschüler leisten Erste Hilfe im Klassenzimmer

Der ASB hat 16 Niederndorfer Zweitklässler zu Schulsanitätern ausgebildet.
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Die Schulsanitäter demonstrierten, wie man eine Mitschülerin in die stabile Seitenlage bringt.    Foto: Richard Sänger
Die Schulsanitäter demonstrierten, wie man eine Mitschülerin in die stabile Seitenlage bringt. Foto: Richard Sänger
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Eine aufgeregte Klasse 2a der Niederndorfer Grundschule und eine nicht weniger nervöse Schulleiterin Heidi Forisch atmeten auf, als Jürgen Seiermann, Geschäftsführer und Leiter des Rettungsdienstes der ASB-Notfallhilfe, am Ende lobte: "Alles richtig gemacht, ihr habt die Prüfung mit Bravour bestanden."

Nicht einfach wegsehen, sondern selbst helfen ist das Motto. Oft reichen zwar ein tröstendes Wort, ein kleines Pflaster oder ein Kühlakku, dass die Schmerzen schnell vergessen sind, aber die jungen, motivierten Schulsanitäter sind jetzt reif für Ernstfälle. "Die Schulsanitäter leisten eine sehr wertvolle Arbeit - für die Schulgemeinde, aber auch darüber hinaus. Denn Notfälle können immer und überall passieren", sagte Heidi Forisch.

Die Kinder helfen ihren Mitschülern: Indem sie sich im Schulsanitätsdienst engagieren, sorgen sie bei Schul- und Sportfesten, Ausflügen und an ganz normalen Schultagen für Sicherheit und leisten in Notsituationen schnelle Hilfe. Sie sind fit in Erster Hilfe, wissen, wie man einen Verband anlegt, was man bei Vergiftungen tut und wie man die stabile Seitenlage ausführt.

64 Ersthelfer in Niederndorf

Der Arbeiter-Samariterbund (ASB) aus Herzogenaurach bildete 16 Schüler der Cunz-Reyther-Schule als Schulsanitäter aus - zu Anerkennung erhielten sie jetzt ihre Urkunden und dürfen sich "Juniorhelfer" nennen. Ausgestattet mit dem nötigen Fachwissen und ersten praktischen Erfahrungen werden die Schüler künftig als Ersthelfer zur Verfügung stehen. Damit sind in Niederndorf jetzt 64 Ersthelfer aktiv, wie die Schulleiterin stolz verkündete.

Mit der Ausbildung wurde Ende Oktober des vergangenen Jahres begonnen und jetzt galt es, die Prüfung abzulegen. Bei der praktischen Prüfung mussten Hand- und Armverletzungen ebenso versorgt werden wie ein Schienbein, und es mussten eine Schockbehandlung sowie die stabile Seitenlage gezeigt werden. Die Kinder mussten erkennen, ob ein Rettungsdienst angefordert werden muss, und einen Notruf absetzen.

Wie Jürgen Seiermann erläuterte, beweise die Cunz-Reyther-Grundschule damit, dass auch die jüngeren Schüler schon die elementaren Handgriffe der Erstversorgung von Wunden und Verletzungen erlernen können. Die Aufgaben, die sie wahrnähmen, würden wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten wie etwa Wissen und Einfühlungsvermögen erfordern und fördern, aber auch Selbstbewusstsein und Teamarbeit. Auf diese Weise beeinflusse der Schulsanitätsdienst zusätzlich das soziale Klima der Schule positiv.

Das Thema Erste Hilfe spielt seit jeher nicht nur in Betrieben, sondern auch schon in den Schulen eine große Rolle. Deshalb engagiert sich der ASB bereits seit 15 Jahren für die Schulsanitätsdienste in der Stadt Erlangen und im Landkreis Erlangen-Höchstadt mit über 150 Schulsanitätern an insgesamt sechs Schulen in der Region. Neben der grundsätzlichen Ausbildung zum Sanitätshelfer veranstaltet der ASB regelmäßige Treffen, bei denen die Schüler ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zur Erstversorgung auffrischen, vertiefen und erweitern können.

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