Heßdorf
Haushalt

Großprojekte zehren die Heßdorfer Rücklagen fast komplett auf

Der Heßdorfer Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend den Haushalt des laufenden Jahres einstimmig verabschiedet.
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Im Heßdorfer Gemeinderat ging es ums Geld.   Foto: Jens wolf, dpa
Im Heßdorfer Gemeinderat ging es ums Geld. Foto: Jens wolf, dpa

In seiner Haushaltsrede verwies Bürgermeister Horst Rehder (BB) darauf, dass die Gemeinde Heßdorf trotz der gewaltigen Investitionen handlungsfähig und lebenswert bleiben werde. "Wir werden die Rahmenbedingungen schaffen, damit sich die Bürger auch in Zukunft bei uns wohlfühlen", erklärte der Bürgermeister.

Das Gesamtvolumen für das Haushaltsjahr beträgt knapp 13,4 Millionen Euro, davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 6,6 Millionen Euro und auf dem Vermögenshaushalt 6,7 Millionen Euro. Bei der Finanzplanung für 2020 bis 2022 rechnet Kämmerer Jörg Hausam beim Verwaltungshaushalt mit ähnlichen Zahlen. Für das Jahr 2019 fällt eine Kreisumlage in Höhe von 1,95 Millionen Euro an, die Betriebskostenförderung für den Kindergarten wird eine weitere Million kosten, außerdem kalkulierte der Kämmerer eine Gewerbesteuerumlage von 300 000 Euro ein, die Umlage an die VG Heßdorf wird 520 000 Euro und die Zuführung zum Vermögenshaushalt rund 408 000 Euro betragen.

Nach einer Rücklagenentnahme in Höhe von über 5,5 Millionen Euro im vergangenen Jahr ist die allgemeine Rücklage bis auf einen Sockelbetrag in Höhe von 260 000 Euro geschrumpft.

Bei den Großprojekten wurden 2018 insbesondere bei der Generalsanierung der Grundschule Hannberg, beim Neubau des Feuerwehrgerätehauses Heßdorf sowie beim Umbau der Kläranlage Hannberg wegen zeitlicher Verschiebungen die Haushaltsansätze teilweise nicht annähernd ausgeschöpft. Da die dafür beschafften Mittel aber bereit standen und weiterhin stehen, wurden rund 3,5 Millionen Euro in den diesjährigen Haushalt übertragen.

Zur Finanzierung der anstehenden Investitionen war im Jahr 2018 eine Kreditaufnahme in Höhe von 4.3 Millionen Euro notwendig. Für 2019 wird wegen der zwischenzeitlich verbrauchten Rücklagen eine nochmalige Kreditaufnahme notwendig sein, diesmal in Höhe von 4,9 Millionen Euro.

Ab 2020 wieder Überschüsse

Zum Schuldendienst, Tilgung und Zins können die Details erst nach Genehmigung des Haushaltes verhandelt und fixiert werden. Der Kämmerer legt Wert darauf, dass zum einen der Schuldendienst zu stemmen ist, parallel jedoch auch wieder Rücklagen aufgebaut werden können, um für künftige finanzielle Herausforderungen gewappnet zu sein. Voraussichtlich ab 2020 werden wieder Überschüsse erwirtschaftet, so dass - bei gleichzeitig geringerem Ausgabevolumen im Vermögenshaushalt - wieder Rücklagen aufgebaut werden können.

Für die CSU-Fraktion bedankte sich Stefan Martin bei Kämmerer Jörg Hausam für die ausführliche Vorstellung des Zahlenwerkes. Leider seien insbesondere bei der Sanierung der Grundschule und beim Feuerwehrgerätehaus die Kosten höher als geplant, was hauptsächlich der Konjunktur geschuldet sei. Der CSU-Gemeinderat vermisste allerdings im Finanzplan die Sanierung des Verwaltungsgebäudes und bat, dies bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen.

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