Gremsdorf
Verkehr

Gremsdorfer Umgehung sorgt für erhitzte Gemüter

Seit vielen Jahren wünschen sich die Gremsdorfer eine Umgehungsstraße. Jetzt wird über die Trasse diskutiert.
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Eine Umgehung im Süden von Gremsdorf wäre leichter zu realisieren, würde aber unter anderem die Entwicklungsmöglichkeiten von Höchstadt einschränken. Foto: Elias Pfann
Eine Umgehung im Süden von Gremsdorf wäre leichter zu realisieren, würde aber unter anderem die Entwicklungsmöglichkeiten von Höchstadt einschränken. Foto: Elias Pfann
2002 wurden in der Hauptstraße 14 000 Fahrzeuge am Tag gezählt, 2011 waren es schon 16 800, während der Sperrung der Aischbrücke in Höchstatdt sogar 20 000. Zudem wurde eine Lärmbelästigung von über 90 Dezibel festgestellt.

"Im Bundesverkehrswegeplan 2030, der Ende 2016 in Kraft trat, ist eine Süd- und Nordumgehung eingeplant, von denen jedoch nur eine realisiert wird", berichtete Bürgermeister Norbert Walter (CSU) in der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend. Da nun die Stadt Höchstadt im Süden ein Baugebiet ausschreiben möchte, sei die Vorplanung der Umgehungsstraße beschleunigt worden. "Die Umgehung im Süd wäre leichter zu realisieren", sagt Walter, "jedoch werden beide Varianten geprüft." Baubeginn könnte frühestens 2027 sein.


Walter weist Vorwürfe zurück

Aktuell laufen die Vorplanungen, bei denen erneut die Verkehrsströme gemessen werden. Gegen die Kritik, dass er die Südumgehung unbedingt durchbringen möchte, wehrte sich Walter entschlossen: "Von mehreren Seiten wird gesagt, dass der Bürgermeister mit allen Mitteln eine Südumgehung durchbringen möchte, um das Höchstadter Baugebiet zu verhindern. Jedoch stimmt das einfach nicht. Ich habe keinen Einfluss auf das Bauvorhaben. Das liegt bei der Bundesrepublik Deutschland!"

Bei beiden Varianten werde die Bebauung bis auf wenige Ausnahmen mindestens 100 Meter von den Wohnhäusern entfernt sein, so dass die Verkehrsbelastung der Hauptstraße nicht in ein anderes Wohngebiet verlagert wird. Eine Tunnellösung, die vor einigen Jahren bei einer Kreistagssitzung angesprochen wurde, könnte zwar auch die Hauptstraße entlasten, jedoch nicht genügend. "Der Quell- und Zielverkehr würde dadurch nicht abgefangen, sondern nur der Verkehr nach Neustadt oder zur Autobahn. Viele fahren nach Höchstadt-Süd oder zur Imo zur Arbeit, auch das neue Aischpark-Center wird weiteren Verkehr durch Gremsdorf bringen", so der Bürgermeister.

Nach dem Dorffest soll Anfang Juli soll eine Bürgerversammlung stattfinden, zu der auch das Staatliche Bauamt eingeladen wird. Weitere Infos finden die Bürger im Bundesverkehrswegeplan. Falls schon vorher Gesprächsbedarf besteht, kann man mit Markus Franke (BB), dem Zweiten Bürgermeister und Leiter der Bürgerbewegung, Kontakt aufnehmen.
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