Höchstadt a. d. Aisch
Fahrbahnerneuerung

Gremsdorf testet Umgehungsflair

Die B 470 wird zwischen Höchstadt und Gremsdorf ab 12. August für drei Wochen gesperrt.
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Am Ortseingang von Gremsdorf ist die B 470 so deformiert, dass auch der Unterbau erneuert werden muss.  Fotos: Andreas Dorsch
Am Ortseingang von Gremsdorf ist die B 470 so deformiert, dass auch der Unterbau erneuert werden muss. Fotos: Andreas Dorsch
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Rund 11 000 Fahrzeuge brettern auf der B 470 jeden Tag durch Gremsdorf. Seit Jahren wünschen sich die Anwohner eine Umgehungsstraße, um vom Verkehrslärm befreit zu werden. Ab 12. August erleben sie nun für drei Wochen, wie es mit einer Umgehung sein könnte. Die B 470 wird in diesem Zeitraum zwischen Gremsdorf und Höchstadt komplett gesperrt.

1,2 Kilometer werden erneuert

Das Staatliche Bauamt Nürnberg lässt auf der Bundesstraße die Fahrbahndecke erneuern. Nachdem personelle Engpässe beseitigt und Stellen in der Behörde neu besetzt werden konnten, habe man sich im Laufe des Jahres entschlossen, die 1,2 Kilometer zwischen Höchstadt und Gremsdorf zu erneuern, sagt die für den Landkreis Erlangen-Höchstadt zuständige Lisa Bauersachs.

Wie ihre Behörde mitteilt, ist die Fahrbahndecke durch die Verkehrsbelastung verschlissen und weist zahlreiche Flickstellen, Risse, Abplatzungen und Verdrückungen auf. Besonders am Ortseingang von Gremsdorf im Bereich der Querungshilfe für Fußgänger und Radler ist die Fahrbahn so verdrückt, dass auch der Unterbau erneuert werden muss.

Kosten bei 350 000 Euro

Vor allem diese Arbeiten sind zeitaufwendig und ein Hauptgrund dafür, dass für die Sperrung drei Wochen bis Ende August eingeplant sind. Die Bauzeit habe man bewusst in die Sommerferien gelegt, weil da weniger Verkehr fließt und man die Beeinträchtigungen für die Schulbusse so gering wie möglich halten wollte. Die Kosten für die Erneuerung der Fahrbahndecke sind auf 350 000 Euro veranschlagt und werden vom Bund übernommen.

Die offizielle Umleitungsstrecke führt von Höchstadt über Weisendorf und Heßdorf nach Gremsdorf. "Sie muss über ein klassifiziertes Netz erfolgen", sagt Bauersachs. Gleichwohl weiß sie, dass es "Schleichverkehr" geben wird. Man könne dem Autofahrer nicht vorschreiben, wo er fahren soll. Dann gibt es auch noch die Navis. Ortskundige werden sich ohnehin den Weg von Höchstadt über die große Bauerngasse suchen.

Gremsdorfs Bürgermeister Norbert Walter (CSU) sieht der Sperrung gelassen entgegen: "Wir müssen damit leben." Er hofft nur, dass sich nicht wieder ein Großteil des Verkehrs durch die Gremsdorfer Brückenstraße zwängt. Walter versteht die "Unbelehrbaren" nicht, die von Höchstadt kommen, durch die Brückenstraße fahren und dann an der B 470 links abbiegen wollen. Warum die nicht über die Schönwetterstraße fahren, ist für ihn ein Rätsel.

Karpfenkreisel auf der Liste

Unterdessen hat Lisa Bauersachs auch den Karpfenkreisel in Höchstadt im Auge, in dessen Umfeld die Fahrbahnen der Bundes- und Staatsstraße ebenfalls sanierungsbedürftig sind. Auf die Schnelle sei an einem solchen Kreisverkehr aber nichts zu machen, da hier im Vorfeld eine aufwendige Abstimmung nötig ist. Zwischen Höchstadt und Gremsdorf könne man den Verkehr dagegen einfach sperren und umleiten.

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