Gremsdorf
Gemeinderat

Gremsdorf: Erschließung im Baugebiet "Buch West" soll noch in diesem Jahr beginnen

Einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte bei der Sitzung des Gemeinderates Gremsdorf war das Baugebiet "Buch West".
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Die Gemeinderat diskutierten den Erschließungsplan.    Foto: Elias Pfann
Die Gemeinderat diskutierten den Erschließungsplan. Foto: Elias Pfann
Hierzu wurde der Erschließungsplan von Georg Schreiber vom Ingenieurbüro Valentin Maier vorgestellt.
Unter anderem ging es um die Ableitung des Regenwassers in benachbarte Weiher. Mit den betroffenen Besitzern soll dies noch abgesprochen werden. Einwände kamen von Gemeinderat Albert Ruhmann (WG Buch): "Wir haben genug Platz auf dem Gelände, deshalb sollten wir zusätzlich ein Regenrückhaltebecken planen und erst von dort das Wasser in die Weiher leiten." Dem stimmte der Ingenieur zu: "Wir haben schon einen Entwurf mit einem Regenrückhaltebecken. Auf jeden Fall soll das Regenwasser, bevor es in den Weiher kommt, gereinigt werden. Dazu ist vorerst ein kleiner Wasserrückstau geplant." Um Kosten bei Folgereparaturen zu reduzieren, empfiehlt Schreiber sogenannte "Monoschächte", in denen alle Wasser-, Abwasser-, Strom- und Telefonleitungen von jeweils vier Häusern zusammenlaufen. Zusätzlich sollen die Leitungen neben und nicht unter der Straße liegen.


Reparaturen werden günstiger

"Das sind zwar etwas höhere Installations- und Anschaffungskosten, jedoch amortisiert sich das im Laufe der Jahre. Sind mal ein oder zwei Wasserschieber kaputt, sind die Kosten wieder reingeholt, da dann die Straße nicht geöffnet werden muss." Bürgermeister Norbert Walter (CSU) befürwortet ebenfalls dieses System: "10 000 Euro Mehrkosten, das macht nur 1000 Euro mehr pro Grundstück. Man muss aber auch an die jungen Familien denken, die sich zu hohe Erschließungskosten nicht leisten können. Deshalb sollte man alles genau abwägen."

Die Ausschreibungsunterlagen sollen sobald wie möglich erstellt werden. "Wenn wir die Ausschreibung im Herbst öffentlich machen, kann vielleicht schon im November begonnen werden, wenn die Firmen ihre Großaufträge abgearbeitet haben", erklärte Walter. Dem vorgestellten System stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

Neben dem Baugebiet "Buch West" standen diverse Bauanträge zur Abstimmung. Die Erweiterung eines Hauses in der Ringstraße in Buch hin zu einem Zweifamilienhaus könnte aufgrund der Dachform eine Bebauungsplanänderung nach sich ziehen. Gegen dieses Bauvorhaben wehrt sich ein Nachbar: "Die Nachbarin hat mir den Plan vorbei gebracht und gesagt, dass sie ein Zimmer für die Oma anbauen möchten. Das alte Haus hat 80 Quadratmeter Grundfläche, die Erweiterung 130, das ist doch kein Anbau mehr. Es wurde schon eine Garage mit 25 Quadratmetern gebaut. Dann ist ja das ganze Grundstück zugebaut. Außerdem wurden früher Einzelhäuser für dieses Baugebiet festgelegt."


Landratsamt hat das letzte Wort

Die Einwände veranlassten die Gemeinderäte, den Planentwurf des Bauherren nochmals zu prüfen. "Wenn die Baufläche in den vorgeschrieben Baugrenzen liegt, ist es kein Problem, die Erweiterung zu genehmigen", merkte Bürgermeister Walter an. Da für den Antrag aber höchstwahrscheinlich der Bebauungsplan geändert werden müsste, verweigerte der Gemeinderat die Zustimmung der Befreiung der Baugrenzen sowie der Dachform und lehnte den Antrag ab. "Eine sehr gute Entscheidung", kommentierte der Nachbar. "Ob das aber wirklich durch ist, entschiedet das Landratsamt", so Walter.
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