Herzogenaurach

Geht nicht, gibt's nicht: Dann wird bei der MIH halt improvisiert

Trotz des Ausfalls der Sängerin und des Schlagzeugers fiel der Auftritt von "Wishing Well" nicht aus - Zwei MIH-Musiker sprangen ein.
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Improvisiert und gewonnen: "Wishing Well" konnte sich auf die beiden spontanen Aushilfen Bernhard Wilfer (rechts) und Klaus-Peter "Meggy" Sandel (Mitte) verlassen.  Foto: Birgit Jentsch
Improvisiert und gewonnen: "Wishing Well" konnte sich auf die beiden spontanen Aushilfen Bernhard Wilfer (rechts) und Klaus-Peter "Meggy" Sandel (Mitte) verlassen. Foto: Birgit Jentsch
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Zwei Bands waren zum 27. Soundcheck bei der Musikinitiative Herzogenaurach (MIH) angekündigt: "Devil's in the Jukebox" und "Wishing Well".

Der Auftritt von "Devil's in the Jukebox" mit einer Mischung aus Folk, Rock und Country riss die Zuhörer im gut gefüllten Haus in ihren Bann. Nach der Umbaupause kam dann die Überraschung. Denn diejenigen, die "Wishing Well" aus der Vorankündigung oder vom letzten Altstadtfest kannten, sahen weder die erwartete Sängerin noch den Drummer der Band.

Denn am Tag vor dem Auftritt erreichte Bernhard Wilfer von der MIH ein alarmierender Anruf: Die Sängerin Krissi Backhaus ist erkrankt und fällt somit aus. Muss damit der gesamte Gig ausfallen? Nein - Bühnenprofi Wilfer sprang kurzentschlossen ein. Eine einzige Probe musste reichen. Gegen 18 Uhr am Tag des Auftritts war diese vorbei und die Band wollte gemeinsam zum Essen gehen. Dann der zweite Nackenschlag: Drummer Michael Zecher hatte beim Verlassen des Gebäudes einen Unfall und konnte somit ebenfalls nicht auftreten.

Ein paar Stunden später stand die Band dennoch auf der Bühne. Das Schlagzeug war nicht verwaist, denn Vollblutmusiker Meggy Sandel, unter anderem Drummer bei Murder One, zeigte ohne jegliche Probe sein Können. "Du wurdest wenigstens noch angerufen", verkündete Meggy Sandel unter Lachen in Richtung Bernhard Wilfer.

Die "Stammbesetzung" von Wishing Well - Udo Huschka, Thiemo Schlosser und Jörg Stübinger - gab vor den einzelnen Songs bei Bedarf kurze Briefings und ein Auftritt der Extraklasse begeisterte die Besucher. Die Begeisterung zeigte sich auch bei den Musikern: "Wir haben tatsächlich zusammen aufgehört", lachte Wilfer ins Publikum. bj

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