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Höchstadt
Tarifrunde

Gehaltszuwachs in Höchstadt schon eingeplant

Landratsamt Erlangen-Höchstadt, Krankenhaus Höchstadt und Stadt haben die drei Prozent Gehaltssteigerung für ihre Mitarbeiter im öffentlichen Dienst in ihren Haushalten berücksichtigt.
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Auch die Mitarbeiter im Höchstadter Kreiskrankenhaus St. Anna dürfen sich über drei Prozent Gehaltserhöhung freuen.  Foto: Barbara Herbst
Auch die Mitarbeiter im Höchstadter Kreiskrankenhaus St. Anna dürfen sich über drei Prozent Gehaltserhöhung freuen. Foto: Barbara Herbst
"Die Mitarbeiter haben es auf jeden Fall verdient", sagt Albert Prickarz, der neue kaufmännische Leiter des Höchstadter Kreiskrankenhauses, zum Tarifabschluss für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Drei Prozent mehr Gehalt ab März 2014 oder mindestens 90 Euro im Monat gelten auch für die Mitarbeiter des Krankenhauses St. Anna.

Im Bereich der Pflege werde es immer schwieriger, gute Leute zu finden, sagt der Verwaltungschef. Vor diesem Hintergrund kann er den Tarifabschluss voll unterstützen. Auf der anderen Seite ist Prickarz aber auch zuständig für die Kosten, die im Krankenhaus anfallen. Und da schlägt jede tarifliche Gehaltserhöhung voll durch.

Der von der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände und den Gewerkschaften ausgehandelte Tarifabschluss kostet dem Höchstadter Krankenhaus in diesem Jahr rund 200 000 Euro.
In der Krankenhausverwaltung hat man schon im Vorfeld mit drei Prozent Lohnerhöhung gerechnet und die Kostensteigerung im Wirtschaftsplan für 2014 bereits berücksichtigt.


Nur zwei Drittel werden erstattet

Weil es die Mitarbeiter verdienen, sollte es die Politik auch tragen, fordert Prickarz. Dem sei aber leider nicht so. Er stellt fest, dass in den Krankenhäusern die Schere zwischen Erlösen und Lohnkosten seit Jahren auseinander geht. So werde von dieser Erhöhung über höhere Fallpauschalen nur zwei Drittel der Kostensteigerung ausgeglichen, auf einem Drittel bleibe das Krankenhaus sitzen.

Im Landratsamt Erlangen-Höchstadt schlägt die Tariferhöhung in diesem Jahr mit einem Anstieg bei den Personalkosten von 500 000 Euro zu Buche. Wie Pressesprecherin Hannah Reuter mitteilt, habe man die drei Prozent im aktuellen Kreishaushalt bereits eingeplant. Insgesamt fallen im Landratsamt Erlangen-Höchstadt in diesem Jahr Personalkosten in Höhe von 17,7 Millionen Euro an.

Eine Tariferhöhung von 2,5 Prozent hat die Stadt Höchstadt in ihrem am Montag beschlossenen Haushalt 2014 einkalkuliert. Weil die drei Prozent Erhöhung erst ab März greift, die 2,5 Prozent im Höchstadter Haushalt aber schon ab Januar berechnet wurden, kann das verkraftet werden. An Personalausgaben muss die Stadt Höchstadt in diesem Jahr rund sechs Millionen Euro aufwenden.

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