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Höchstadt
Prozession

Fronleichnam in Höchstadt: Gott auf dem Weg zu den Menschen

Dekan Kilian Kemmer erinnert an Fronleichnam an die Kirchen als Quelle des Glaubens. An diesem Tag würden die Menschen dazu eingeladen, aus der Quelle zu schöpfen.
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Mehrere Gruppen trugen die Figuren von Heiligen durch Höchstadts Straßen. Foto: Evi Seeger
Mehrere Gruppen trugen die Figuren von Heiligen durch Höchstadts Straßen. Foto: Evi Seeger
Das Hochfest des Leibes und Blutes Christi, das die katholische Kirche an Fronleichnam feiert, wurde in Höchstadt zu einem innigen Bekenntnis des Glaubens. In der Fronleichnamsprozession begleiteten mehrere hundert Gläubige das Allerheiligste in der Monstranz durch die Straßen der Stadt.

Kreuzträger Marco Schreier führte mit zwei Ministrantinnen den Zug an. Es folgten die Kinder und Jugendlichen, die Figuren des Jesukinds und des auferstandenen Christus trugen. Mit Blumen bekränzt waren die Figuren der Heiligen, die von den Gruppen, die sich unter ihren besonderen Schutz gestellt haben, mitgetragen wurden.

Trommeln rufen zur Anbetung

An den vier Altären - an der Tankstelle, am Polizeikreisel, am Schillerplatz und am Marktplatz - verkündete Stadtpfarrer Kilian Kemmer das Evangelium und erteilte den eucharistischen Segen.
In die andächtige Stelle hinein riefen die Trommeln des Spielmannszugs zur Anbetung auf. Auf dem Weg zwischen den Altären wurde in Litaneien und Fürbitten für die Anliegen der Menschheit und für die Bewahrung der Schöpfung gebetet. Vorbeter war Wolfgang Köberlein.

Die in der Stadt vorherrschenden Farben waren an diesem Tag Gelb-Weiß, die Farben der katholischen Kirche. Entlang des Weges wurde die Monstranz mit dem eucharistischen Brot von Fahnen und Fähnchen begrüßt. Liebevoll war manches Geschäft geschmückt. Mit Kerzen, Blumen, Heiligenfiguren und auch mit den alten bestickten Fenstertüchern brachten die Bürger die Verehrung des Allerheiligsten zum Ausdruck.

Mit Chor und Kapelle

Die Stadtkapelle unter der Leitung von Georg Römer spielte überlieferte Sakramentslieder. Der von Friedrich Kirschner geleitete Chor des Gesangvereins pries Gott mit Liedern wie "Lobe den Herren". Von Gläubigen, Fahnen und Musikern umstellt, ergab sich auf dem Geviert des Marktplatzes ein prächtiges Bild.

Am Ende der Prozession stellte Dekan Kemmer die Frage, warum es Kirchen und Gottesdienste braucht, wenn Gott überall ansprechbar und erfahrbar ist. Die Kirchen seien die Quellen, von denen schlussendlich jede Gebetsgewohnheit ausgeht. "An der Quelle schmeckt das Wasser am besten. Wer sich die Quelle abgräbt oder sie versiegen lässt, erfährt einen Durst, den ihm niemand anderes stillen kann."

Fronleichnam sei daher ein Feiertag, an dem man sich ganz bewusst an die Quelle des Glaubens im Sakrament der Eucharistie erinnert und an dem durch die Prozession aufgezeigt werden soll, dass sich Gott zu jedem Menschen auf den Weg macht und ihn immer wieder neu einlädt, aus der Quelle zu schöpfen, erklärte Kemmer. Danach stimmten alle ein festliches "Großer Gott, wir loben Dich" an.
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