Wachenroth
Kirchenrenovierung

Frischzellenkur lässt Wachenrother Kirche wieder strahlen

Die Pfarrkirche St. Gertrud Wachenroth ist für rund 160.000 Euro umfassend renoviert worden.
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Der Boden glänzte. Kein Wunder, er wurde dreimal geölt.     Foto: Yannick Hupfer
Der Boden glänzte. Kein Wunder, er wurde dreimal geölt. Foto: Yannick Hupfer
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Dort, wo vor wenigen Wochen noch Gerüste und Leitern standen, zeigt sich die Kirche St. Gertrud in Wachenroth nun in neuem Glanz. Bereits Mitte April haben zahlreiche freiwillige Helfer mit angepackt, um den Innenraum des Gotteshauses auszuräumen, denn es stand eine große Renovierung bevor. Das letzte Mal fand eine solche vor 25 Jahren statt.

Nun hat man wieder einen Zuschuss bekommen. Nur deshalb war das Großprojekt für die Kirchengemeinde überhaupt realisierbar. Denn die Gesamtkosten belaufen sich auf 160 000 Euro. 60 000 Euro davon muss die Pfarrei selbst tragen, der Rest wird bezuschusst.

Der Eigenanteil soll durch Spenden finanziert werden: "Wir haben schon Einzelspenden aufs Konto bekommen", erklärt Kirchenpflegerin Petra Wichert. Damit man das Geld aber schneller beisammen hat, wurde die Kirche am Sonntag wieder feierlich eingeweiht und gleichzeitig das Pfarrfest gefeiert. Dabei schien die Vorfreude bei den Gläubigen groß gewesen zu sein: Die Kirche war sehr gut besucht, auch beim anschließenden Pfarrfest waren die Bierbänke voll. Bei Steak, Braten, Kaffee und Kuchen verbrachten die Gläubigen den Nachmittag zur Musik von der Wachenrother Blaskapelle. Der Erlös des Festes kommt natürlich der Renovierung zugute.

Im Innenraum der Kirche wurde neu gestrichen, eine neue Beleuchtung wurde installiert, Hoch- und Volksaltar wurden wieder aufbereitet. "Auch alle Figuren wurden gereinigt", berichtet Petra Wichert. Zudem wurde der Boden geschliffen und geölt, die Eingangstüren wurden wieder hergerichtet. Und damit es die Besucher im bevorstehenden Winter in St. Gertrud auch nicht friert, hat man den Öltank wieder auf Vordermann gebracht. Auch eine Hörschleife wurde unter den Bänken installiert, mit der Hörgeschädigte mit Hörgerät den Pfarrer besser verstehen können.

Trotz der zahlreichen Maßnahmen blieben die Arbeiten im Zeitrahmen: "Wir waren sehr gut im Zeitplan", stellt Kirchenpflegerin Wichert fest. Limit war nämlich der 18. August, denn an diesem Tag war der erste freudige Anlass in der frisch renovierten Kirche eine Hochzeit. Lediglich die Möbel für die Sakristei fehlen noch, die aber auch bald geliefert werden sollen.

Und während Padre Gabriel Ramos Valiente im Gottesdienst vier Ministranten verabschiedete und wiederum vier neue einführte, stellte er am Sonntag mit Blick auf die renovierte Kirche in seiner Predigt dar: "Du bist ein besonderer Ort in unserem Markt". Für die Zukunft wünscht er ihr "Gesundheit": ein dichtes Dach, eine feste Mauer und frische Farbe, dass sie aber gleichzeitig immer offen für Neues bleibt.



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