Herzogenaurach
Freundschaft

Freundschaft für den Frieden

Es liege in der Verantwortung der jetzigen Generation, sich immer wieder neu zu erfinden, immer wieder neu zu begründen.
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Das Stadtwappen aus Keramik gab es als Gastgeschenk für die Stadt Herzogenaurach. Die beiden Bürgermeister German Hacker (l.) und Hans-Peter Schlagholz (r.) flankierten das Geschenk. Fotos: Richard Sänger
Das Stadtwappen aus Keramik gab es als Gastgeschenk für die Stadt Herzogenaurach. Die beiden Bürgermeister German Hacker (l.) und Hans-Peter Schlagholz (r.) flankierten das Geschenk. Fotos: Richard Sänger
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"Wir gestalten die Städtepartnerschaft nicht von oben herab, sondern sie lebt auf der Basis vieler persönlicher Freundschaften und Bekanntschaften. Denn Partnerschaft lebt nicht nur durch Bürgermeister und Verwaltung, sondern vor allem durch Kontakte zwischen den Bürgern unsere Partnerschaft stabile und breite Basis." Eine wichtige Erkenntnis meinten der Herzogenauracher Bürgermeister German Hacker und sein Wolfsberger Amtskollege Hans-Peter Schlagholz beim Festabend im Vereinshaus. Wichtig sei aus deren Sicht: In dem Fall Herzogenaurach und Wolfsberg ist es schon längst eine sehr aktive Bürgerpartnerschaft.
"Das sei keine Männerfreundschaft, sondern der Bürgerinnen und Bürger", betonte der Wolfsberger Bürgermeister. Er nannte Robert Schmid, der mit Leib und Seele dabei sei, als ein Beispiel für die vielen und vielfältigen Kontakte. Denn inzwischen tragen viele Institutionen dazu bei, dass die Partnerschaft durch persönliche Begegnungen mit Sport, Musik, Kunst und Kultur mit Leben erfüllt wird. Toleranz und Frieden sollte die Basis auch der nachfolgenden Generationen sein.
Denn der Europäische Gedanke und Erinnerungen sind die wichtigsten Ziele von Städtepartnerschaften innerhalb Europas. Mit diesen müsse dem nationalsozialistischen Gedankengut entschieden entgegengetreten werden. Denn die Stärke und der Frieden liegen in der europäischen Vielfalt und Zusammenarbeit. "Gerade in einer Zeit, in denen Länder in Europa durch nationalistische Tendenzen auf sich aufmerksam machen, ist es an uns, Europa hochzuhalten", erklärte Hacker unter Beifall.
Es liege in der Verantwortung der jetzigen Generation, sich immer wieder neu zu erfinden, immer wieder neu zu begründen und durch Erinnerung sei auch diese Städtepartnerschaft ein Plädoyer dafür. Beide Seiten können immer wieder neu voneinander lernen. "Kärntner Entspanntheit und Gastfreundschaft trifft auf fränkische Gemütlichkeit mit Heller-Bier, um das Wichtigste zu nennen", erklärte das Oberhaupt Herzogenaurachs.
Die Komplimente gab Schlagholz zurück: "Wir sind glücklich, eine Stadt wie Herzogenaurach zum Partner zu haben." Er bedankte sich für die wunderbare Gastfreundschaft. Dass es in Herzogenaurach funktioniert, sehe man auf Schritt und Tritt, "ihr legt Euer Geld gut an und habt ein Herz für die Bürger".


Freunde treffen Freunde

Der Abend war nicht nur eine Feier mit Partnern, sondern mit Freunden. Inzwischen seien die vielen Begegnungen zwar schon eine Selbstverständlichkeit. "Mir geht es zumindest so und man hat fast Hemmungen die heutige Begegnung als etwas Besonderes zu feiern, wo es doch so selbstverständlich ist", schickte der Bürgermeister seiner Begrüßung mit einer langen Namensliste voraus. Die Feier sei ein Zeichen für alle Bürger in Wolfsberg und Herzogenaurach, vor allem für die zukünftig handelnden Generationen.
Der Wolfsberger Bürgermeister wies ebenfalls in seinem Grußwort darauf hin: "Junge Leute müssen wir noch mehr für die Partnerschaft begeistern, denn diese soll ja noch viele Jahre andauern."


Reihe von Gemeinsamkeiten

Denn jetzt sei die dritte Generation am Start und in all den Jahren wurde stets die Jugend mit einbezogen. Deswegen war für die beiden Bürgermeister wichtig, dass das Gemeinschaftsprojekt von Schülern sowie den Lehrkräften der Grundschule Herzogenaurach und Volksschule St. Johann/Wolfsberg mit dem "Büchlein der wertvollen Worte" gekrönt wurde.
"Was wäre unser Altstadtfest ohne das jährliche Engagement unserer Freunde aus Wolfsberger, doch eigentlich unvorstellbar?", fragte Hacker unter stürmischen Beifall. Nicht nur aus diesem Grund, sondern auch für 50 Jahre Verdienst um die Städtepartnerschaft, überreichte er an Robert Schmid aus dem Wolfsberger Rathaus eine extra angefertigte Ehrenurkunde.
"In diesem Sinne habe und werde auch ich als Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach und sicherlich auch mein Freund und Bürgermeisterkollege Hans-Peter Schlagholz die Partnerschaft mit dem Willen, die guten Beziehungen weiter zu pflegen und zu vertiefen, die Jugend in Freundschaft miteinander zu verbinden, die sportlichen und kulturellen Begegnungen weiter zu fördern und fortführen, wie es in der Partnerschaftsurkunde festgeschrieben ist", erklärte Hacker am Ende.
Die Vertreter der Stadt Wolfsberg überreichten den Herzogenauracher Vertretern eine Keramikarbeit. Und zum 50. Geburtstag gab es, weil die Partnerstadt reichlich mit Holz gesegnet sei, von Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz ein "Schlagholz".
Der Festabend wurde vom Akkordeonorchester der Musikschule unter der Leitung von Roland Baumann musikalisch umrahmt und zum griechischen Buffet und den Rest des Abends spielten es "Sax mal anders" mit den March Brothers.
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