Herzogenaurach
Roadshow

Frauen wollen die Hälfte der Macht

Auf der Tour durch Bayern machte die Roadshow der Grünen mit dem Titel "Frauenwahljahr 2018" am Gründonnerstag auch in Herzogenaurach Station.
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Ortsverbandssprecherin Uschi Schmidt, Landtagsabgeordnete Verena Osgyan (v. r.) und Landtagskandidatin Astrid Marschall (2. v. l.) suchten das Gespräch mit Passanten. Foto: Richard Sänger
Ortsverbandssprecherin Uschi Schmidt, Landtagsabgeordnete Verena Osgyan (v. r.) und Landtagskandidatin Astrid Marschall (2. v. l.) suchten das Gespräch mit Passanten. Foto: Richard Sänger
Am 8. November 2018 feiert das Frauenwahlrecht in Bayern seinen 100. Geburtstag und seitdem sind Frauen in den Wahlkabinen gleichberechtigt. Die Grünen im bayerischen Landtag fordern verstärkte Anstrengungen, den Frauenanteil in den Parlamenten entsprechend ihrem Anteil in der Bevölkerung auf 50 Prozent zu heben. Deshalb lautet das Motto der Roadshow: "Die Hälfte der Macht den Frauen!"
Denn eine echte Gleichstellung in den Parlamenten sie noch nicht erreicht worden. "Immer noch ist die institutionelle Politik eine Männerdomäne - nicht nur im bayerischen Landtag, sondern in ganz Deutschland und besonders im Bundestag, wo der Frauenanteil nach der jüngsten Wahl sogar wieder zurückging", erklärte die Grünen-Landtagsabgeordnete Verena Osgyan.
So betrage der Frauenanteil im neuen Bundestag nur noch 30,6 Prozent und sei damit auf den Stand von vor 20 Jahren gesunken. Im bayerischen Landtag liegt er bei nur 28 Prozent.
"Von Lohngleichheit kann auch im Jahr 2018 in Bayern noch keine Rede sein", sagt Verena Osgyan. Bundesweit sei Bayern sogar an vorletzter Stelle: Verdienen Frauen in Deutschland im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer, sind es im Freistaat 24 Prozent weniger.


Grüne fordern ein Gesetz

Schon seit Jahren fordern die Landtags-Grünen die Staatsregierung auf, sich auf Bundesebene für ein gutes und wirksames Gesetz zur Entgeltgleichheit zwischen Männer und Frauen in der Wirtschaft einzusetzen und die Gehaltsstrukturen im öffentlichen Dienst zu überprüfen. Passiert sei bislang nichts. "Die Staatsregierung muss endlich vor ihrer eigenen Haustür kehren und sich dafür einsetzen, dass Frauen und Männer gleich bezahlt werden", fordert Verena Osgyan.
Auch gehen Frauenthemen oft leider immer noch unter. Beispiel: Für die Abschaffung der umstrittenen Straßenausbaubeiträge werde nun viel Geld ausgegeben, auch wenn um Details noch gerungen werde. "Für die Geburtshilfe und die Unterstützung der Hebammen steht aber nicht annähernd so viel zur Verfügung", kritisierte die Landtagsabgeordnete.
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