Wachenroth
Weiberfasching

Frauen lassen es in Wachenroth krachen

Um einen schönen Abend zu verbringen, zu tanzen oder einen Drink zu genießen brauchen die Besucherinnen in Wachenroth keine Männer - außer als Bedienung.
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Zu späterer Stunde ging es zum Mitklatschen auf die Bänke. Fotos: Evi Seeger
Zu späterer Stunde ging es zum Mitklatschen auf die Bänke. Fotos: Evi Seeger
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Die Sicherheitsvorkehrungen waren nicht so streng wie in Köln. Dennoch wurde bei der Weiberfastnacht in der Ebrachtalhalle genau hingeschaut: Männer kamen nicht in den Saal, es sei denn als dienstbare Geister. Da servierte manch ehrwürdiger Gemeinderat den närrischen Weibern einen Drink.
Die Frauen waren aus dem weiten Umkreis und drei Regierungsbezirken nach Wachenroth gekommen: Aus Höchstadt, Mühlhausen und Warmersdorf ebenso wie aus Schönbrunn oder Aschbach im Steigerwald und natürlich auch aus Unterfranken. Ganze Wagenladungen hatten sich zusammengefunden, um als Kätzchen, süße Früchtchen, Bauarbeiter, Indianer, Maler oder Hippies die Halle zu rocken. Dazwischen mischten sich Zauberinnen, schwarze Engel, fesche Bienen, Sonnenblumen, Nixen und griechische Göttinnen. Sogar ein Sudoku-Rätsel auf zwei Beinen gab es zu lösen.
Die Stimmung wurde im Verlauf des Abends immer lustiger und die Tanzfläche immer voller. Die beiden Musiker von "Tutti Frutti" fanden gar, dass die Damen miteinander sogar besser tanzten als unter männlicher Führung. Die Frauen-Union Wachenroth, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert, hatte am "schmutzigen Donnerstag" zu diesem Event eingeladen. Seit rund 20 Jahren ist die Weiberfastnacht ein Höhepunkt im Programm der Unionsfrauen.
Bevor es die Ebrachtalhalle gab, feierten die närrischen Damen im Gasthaus Linsner, erzählte FU-Vorsitzende Claudia Lechner. Sie hatte auch noch besondere Gäste eingeladen: Die Mädchen der Schlüsselfelder Garde wirbelten beineschwingend durch die Halle. Später trat - ebenfalls aus Schlüsselfeld - die Tanzformation "XPlosion" auf. Zu später Stunde fanden dann doch noch Männer Zutritt zu den heiligen Hallen: Das Männerballett Aschbach, an dem die Mädels sicher ihre echte Freude hatten.
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