Vor ein paar Wochen haben wir uns noch in der Sonne geräkelt. Oder im Freibad nach Abkühlung gesucht. Oder einen riesigen Eisbecher in der Eisdiele verputzt. Doch seit ein paar Tagen ist klar: Es herbstelt. Die Tage werden wieder kürzer, das Thermometer klettert langsam nach unten, und statt Eistee kommt immer öfter lieber heißer Tee auf den Tisch. Bei manchen Leuten ist es sogar schon der Weihnachtstee. "Unseren Weihnachtstee haben wir immer im Sortiment. Er wird das ganze Jahr über verkauft, nicht nur zur Weihnachtszeit", weiß Michael Raabe, Leiter des Greuther Teeladens.

Im Winter steigt die Nachfrage aber natürlich an. Und das nicht nur beim Weihnachtstee. Sobald es kälter wird, sind bei Teeliebhabern ganz spezielle Sorten gefragt. Geschmacksrichtungen wie Zimt, Bratapfel, Orange, Mandel oder Marzipan, die typisch für die kalte Jahreszeit sind, dürfen im Winter in keinem Tee fehlen.
"All diese Tees werden zur Zeit in Vestenbergsgreuth produziert oder sind bereits in der Anlieferung", erzählt Raabe.

Im Verkaufsregal stehen die Saison-Tees dann ab September oder Oktober - bis spätestens März. "Das ist abhängig vom Winter", sagt Raabe. Je kälter es ist, desto mehr Tee wird also getrunken? "Da gibt es in der Tat einen Zusammenhang. In heißen Sommern ist der Absatz von Eistee sehr hoch. In sehr kalten Wintern steigt die Nachfrage nach Tee."

Zehn Tonnen Schokolade pro Tag

Auch bei der Schokoladenfabrik "momami" in Burghaslach ist man bereits jetzt mittendrin in den Weihnachtsvorbereitungen. Im Drei-Schicht-System arbeiten 90 Mitarbeiter rund um die Uhr. Von August bis Dezember werden pro Tag zehn Tonnen Schokolade verarbeitet. Zu den Klassikern zu Weihnachten, die derzeit produziert werden, zählen die Weihnachtssterne. Bestückt mit Zimt- oder Lebkuchenmandel. "Insgesamt verkaufen wir davon 250 000 Stück", verrät Geschäftsführer Markus Kühlwein bei einem Rundgang an den Maschinen.

Die Zeit um Weihnachten und Ostern gehört für das Unternehmen zum Hauptgeschäft. Doch auch der Verkauf zum Valentinstag und Halloween hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Verkauft wird in über 25 Länder, unter anderem Australien und Japan.

Und obwohl zur Zeit die Weihnachtssterne für das kommende Weihnachten in die richtige Form gegossen werden - gedanklich ist Kühlwein bereits bei Weihnachten 2015: "Wir haben erst letzte Woche unseren ersten Auftrag für das übernächste Weihnachtsfest abgeschlossen."

Und wer jetzt vor lauter Weihnachtstee und -schokolade schon so richtig Lust auf den 24. Dezember bekommen hat, auch die Christbäume von Christbaumzüchter Herbert Geyer in Oberwinterbach sind bereits fertig gewachsen: "Der Verkauf an den Großhandel läuft im August und September", sagt er. Viele kaufen ihren Weihnachtsbaum ab dem ersten Advent. "Es gibt aber auch Leute, die melden sich schon im Oktober", erzählt Geyer.