Höchstadt a. d. Aisch
Kooperation

Fränkisch-russische Presse-Partnerschaft geplant

Der "Deutsche Klub" in Höchstadts russischer Partnerstadt Krasnogorsk schlägt über Redakteurin Tatjana Czernova vor, einen Austausch zwischen den Lokalredaktionen der Tageszeitungen aus Krasnogorsk und Höchstadt zu gestalten mit dem Ziel einer städtepartnerschaftlich gemeinsamen Pressearbeit.
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Tatjana Czernova von der Krasnogorsker Zeitung "Krasnogorski Vesti" überreicht an                 Sybille Menzel ein Exemplar der Zeitung und die Skulptur "Der Zeitungsleser".Dieter Gropp
Tatjana Czernova von der Krasnogorsker Zeitung "Krasnogorski Vesti" überreicht an Sybille Menzel ein Exemplar der Zeitung und die Skulptur "Der Zeitungsleser".Dieter Gropp
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Die Krasnogorsker Tageszeitung und der Fränkische Tag planen engere Zusammenarbeit. Am Rand des Aufenthalts einer Schülerdelegation aus Höchstadts russischer Partnerstadt Krasnogorsk in Höchstadt kam es zu einem Treffen der Krasnogorsker Journalistin Tatjana Czernova mit Mitarbeitern des Fränkischen Tags und der Nordbayrischen Nachrichten. Zugegen waren dabei auch vom Verein "Städtepartnerschaft Krasnogorsk" Vorsitzende Sybille Menzel und Klaus Strienz.

Der Inhalt dieser Zusammenarbeit soll es sein, den Bürgern beider Partnerstädte die jeweils andere Stadt mit ihren Problemen und deren Lösungen näherzubringen und so die bestehenden Bürgerkontakte und das Interesse dafür zu fördern. Trotz der auf politischer Ebene zurzeit bestehenden "Eiszeit" zwischen Deutschland und Russland sollen warme menschliche Kontakte im Rahmen der Städtepartnerschaft unbedingt weitergeführt und ausgebaut werden.

"Immer wenn die KW (Krasnogorskie Westi) aus Höchstadt berichtet, wird das in Krasnogorsk mit großem Interesse gelesen", sagt Tatjana Czernova. Die russische Partnerstadt ist eine große Stadt mit 200 000 Einwohnern und durch die gemeinsam mit Zeiss Jena aufgebaute und mittlerweile sehr bedeutungsvolle optische Industrie "eine Stadt ebenso kluger Leute wie in Höchstadt im Umfeld der Universitätsstadt Erlangen". Für eine weitere Koordinierung der journalistischen Zusammenarbeit sprächen auch die guten Erfahrungen des Zweigbetriebs der Bauer-Group in Vestenbergsgreuth und der Gymnasien beider Städte. Die Schülerdelegation aus Krasnogorsk erkundet zum Beispiel gegenwärtig in der Region, welche Bräuche man in Franken zur Weihnachtszeit pflegt und wie solche festlichen Höhepunkte hier vorbereitet werden. Darüber wird dann die KW in der russischen Partnerstadt berichten.

Tatjana Czernova überreichte an Sybille Menzel eine Originalausgabe der KW und die Skulptur eines Zeitunglesenden. Sie verwies dabei darauf, dass bei ihr daheim der erste Gang nach der Arbeit zum Briefkasten führt, um die Zeitung zu holen. Dann setze man sich auf die Bank vorm Haus, lese die Zeitung intensiv und diskutiere anschließend darüber.

Nach ihren Eindrücken in Höchstadt befragt, schilderte Tatjana, dass sie die freundliche Aufnahme hier sehr beeindruckt habe: "Es herrschen keine Grenzen, sondern Freundschaft." Auf dem Weg durch die Hauptstraße sei zum Beispiel Elena Dildina von vielen Höchstadtern wie eine alte Bekannte begrüßt worden. Durch die Städtepartnerschaft und den "Deutschen Klub" in Krasnogorsk werde das Interesse an einen weiteren Ausbau der Freundschaftsbeziehungen zwischen beiden Städten wachsen.

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