Herzogenaurach
Kulturausschuss

Förderung für Bürgerbeteiligung

Das ehrenamtliche Netzwerk "Nah mit Herz(o)" soll mit Unterstützung der Stadt aufgebaut werden. Das Gremium fasste in seiner jüngsten Sitzung keinen Beschluss, sondern verwies das Thema an die Fraktionen.
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Bürgerbeteiligung und bürgerliches Engagement soll gefördert werden Foto: Richard Sänger
Bürgerbeteiligung und bürgerliches Engagement soll gefördert werden Foto: Richard Sänger
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"Für unsere Stadtspitze mit dem Stadtrat sind bürgerschaftliches Engagement und Bürgerbeteiligung eine Herzensangelegenheit und Teil des Handelns von Verwaltung und Politik", erklärte Bürgermeister German Hacker (SPD) zu Beginn der Sitzung des Kulturausschusses. Denn Bürgerschaftliches Engagement und Freiwilligenarbeit sind unverzichtbare Elemente für ein funktionierendes gesellschaftliches Miteinander.

Stadt soll unterstützen

Um das Ehrenamt und die Freiwilligenarbeit in Herzogenaurach weiter zu fördern, soll mit Unterstützung der Stadt das ehrenamtliche Netzwerk "Nah mit Herz(o)" aufgebaut werden. Dies war der einzige Tagesordnungspunkt bei der Sitzung des Kulturausschusses im Interimsrathaus. Dazu gab es einen Antrag des Caritasverbandes für die Stadt Erlangen und den Landkreis Erlangen­Höchstadt/Aisch e.V. auf Bewilligung von Mitteln für den Aufbau des Ehrenamtlichennetzwerkes "Nah mit Herz(o)". Die Aufgaben und Ziele erläuterten Ille Prockl-Pfeiffer vom Arbeitskreis Soziales und Kommunikation der Agenda 21 und Horst Naser, Ansprechpartner der Caritas für Allgemeine Soziale Beratung.

Wie Ille Prockl-Pfeiffer erläuterte, soll der Zuschuss dazu dienen, das Projekt in der Anlaufphase zu finanzieren. Bürgermeister Hacker und die Ausschussmitglieder standen dem Anliegen positiv gegenüber. Der Bürgermeister empfahl eingangs dem Beschlussvorschlag zuzustimmen, aber nicht abschließend zu behandeln, erst sollte das Thema noch in den Fraktionen behandelt werden. So soll bei der Umsetzung auch beachtet werden, dass andere Organisationen und Netzwerke in diesem Bereich bereits tätig sind und im Vorfeld sollten deshalb Abstimmungen erfolgen.

Wie in der Diskussion deutlich wurde, soll sich das Netzwerk später selbst finanzieren, zudem gibt es auch private Dienstleister, sich auch Teile der beabsichtigten Unterstützungen anbieten. In diesem Zusammenhang wurde auch auf den Seniorenbeirat mit den HerzoHeinzelmännchen verwiesen, dessen engagierte Seniorinnen und Senioren den älteren hilfsbedürftigen Menschen Hilfe auf ehrenamtlicher Basis anbieten. Wie in der Diskussion zu vernehmen war, hat auch der Landkreis eine Beteiligung signalisiert und die Initiatoren hoffen, weitere Unterstützer ins Boot holen zu können. Denn nach Auffassung des Bürgermeisters und Horst Naser wird das Vorhaben, wenn eine anerkannte Organisation dahintersteckt, auf eine größere Resonanz in der Bevölkerung und bei möglichen Sponsoren stoßen. Ein Vorteil sei außerdem, dass die Ehrenamtlichen viel über die Lebensverhältnisse der Menschen in ihrem Umfeld wissen.

Kurzfristige Betreuung

Wie Horst Naser dem Ausschuss mitteilte, gehen bei ihm viele Anrufe mit der Bitte um Hilfe ein. Nach den Erläuterungen von Naser betreffe es nicht die Pflege, diese wird sowieso von Fachkräften übernommen. Sondern um Anrufe von Müttern auf der Suche nach kurzfristigen Betreuungsangeboten und weiteren Hilfestellungen. Trotz aller zur Verfügung stehenden Ressourcen (wie Familienmitgliedern, Kindergarten, Krippen, Horte), kommt es manchmal zu unüberbrückbaren Lücken bei der Betreuung der Kinder. "Leider haben wir nicht genügend Personal und die Aufgaben wie Fahrten zum Arzt oder Abholung der Kinder von der Kindertagesstätte, können auch Ehrenamtliche übernehmen, denn bei vielen Familien wohnen weder Oma und Opa oder sonstige Verwandte in der Stadt", erklärte dazu Naser. Für den Ausschuss wurde zwar ein Beschlussvorschlag formuliert, die Mitglieder folgten dann dem Vorschlag des Bürgermeisters, das Thema in den Fraktionen zu diskutieren und dann bestünde sogar die Möglichkeit, den Beschluss im Haupt- und Finanzausschuss zu beraten und zu beschließen.

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