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Pommersfelden
Quartier

Flüchtlinge im Pommersfeldner Schloss?

Im Pommersfeldner Gemeinderat wurde darüber spekuliert, ob im lerstehenden Schlosshotel, dem früheren Marstall, Flüchtlinge unterkommen könnten.
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Der fürstbischöfliche Marstall von Schloss Weißenstein, in dem sich bis Ende 2013 das Schlosshotel befand, beherbergte schon nach dem Zweiten Weltkrieg Flüchtlinge.  Foto: Archiv, Seeger
Der fürstbischöfliche Marstall von Schloss Weißenstein, in dem sich bis Ende 2013 das Schlosshotel befand, beherbergte schon nach dem Zweiten Weltkrieg Flüchtlinge. Foto: Archiv, Seeger

In Pommersfelden wird es möglicherweise bald eine Unterkunft für Asylbewerber geben. Ortsteil und Anwesen wurden im Gemeinderat allerdings noch nicht genannt. Nur so viel gab Bürgermeister Hans Beck (Wählerblock Sambach) bekannt: Auf den Aufruf von Landrat Johann Kalb, Wohnraum zur Unterbringung von Asylbewerbern zur Verfügung zu stellen, habe sich ein Eigentümer aus der Gemeinde Pommersfelden gemeldet. Derzeit müssten, so Beck, wöchentlich 19 Asylsuchende im Landkreis Bamberg untergebracht werden.

Das Landratsamt suche insbesondere Objekte für 20 bis 30 Personen. Das in der Gemeinde Pommersfelden angebotene Anwesen sei dem Landratsamt gemeldet worden und werde jetzt auf seine Eignung geprüft.



Gegen Ängste und Vorurteile
 

Schon in den nächsten Tagen will Beck die beiden Kirchen und die Gemeinderäte zu einem internen Gespräch bitten, um

eine außerordentliche Bürgerversammlung vorzubereiten.

Am Beispiel von Stegaurach machte Beck deutlich, dass auch Pommersfelden versuchen werde, einen Helferkreis aufzubauen. Zweiter Bürgermeister Helmut Schleicher (FWG Steppach) fragte, ob es zu Zwangseinweisungen beispielsweise in der neuen Pommersfeldener Turnhalle kommen könnte. Das wusste der Beck auch nicht.

Einen interessanten Vorschlag machte Gerd Dallner (FWG Steppach): Das leerstehende Schlosshotel wäre ein zur Unterbringung von Asylsuchenden geeignetes Objekt, "über das man diskutieren könnte", meinte er. Tatsächlich steht das ehemalige Hotel mit mehr als 60 Zimmern im historischen Marstall von Schloss Weißenstein seit Jahresende 2013 leer.

 

 


Graf Schönborn entscheidet
 

Über die Nutzung des früheren Schlosshotels hat als Verpächter Graf Paul von Schönborn zu entscheiden.
In dem fast 300 Jahre alten Marstallgebäude waren bereits schon einmal nach dem Zweiten Weltkrieg Flüchtlinge untergebracht.



Aus dem Gemeinderat kurz notiert

Friedhofsmauer Die Angebote für den Abbruch und die Erneuerung der Friedhofsmauer in Sambach liegen etwas unter den geschätzten Kosten.Der Gemeinderat die Baumeisterarbeiten an der Mauer zum Angebotspreis von 85 888 Euro an ein Unternehmen aus Geiselwind vergeben. Die Schätzkosten waren mit gut 90 000 Euro veranschlagt. Mit den Abbrucharbeiten der alten Mauer wurde ein Unternehmen aus Gräfenneuses beauftragt.

 

 

Das Angebot beläuft sich auf 13 818 Euro bei Schätzkosten von 16 000 Euro.

Grabgebühren Ab 1. Oktober gelten in der Gemeinde Pommersfelden neue Gebühren für die Grabherstellung. Das Bestattungsunternehmen Spörlein, Sambach hatte den bisherigen Vertrag gekündigt. Das wurde damit begründet, dass der Subunternehmer, der die Grabmachertätigkeiten ausführe, diese Leistungen zu den bisherigen Gebühren nicht mehr erbringen könne. Die Verwaltung habe die Preise aus dem neuen Angebot mit denen einiger anderer Gemeinden verglichen, erklärte Bürgermeister Hans Beck (Wählerblock Sambach). Das Preisniveau entspreche dem des Sambacher Unternehmens. Die Räte stimmten daher dem neuen Angebot mit einer Laufzeit von fünf Jahren zu.

Demnach kostet künftig ein Kindergrab 290 Euro, ein Erwachsenengrab (1,80 Meter) 598 Euro, ein Erwachsenengrab (2,40 Meter) 728 Euro und ein Urnengrab 128 Euro.

Breitband 732 000 Euro kostet der Breitbandausbau in der Gemeinde Pommersfelden insgesamt. Rund 132 000 Euro davon trägt die Telekom. Für die Gemeinde bliebe noch eine Deckungslücke von rund 600 000 Euro zu schließen. Was sich die Kommune sicher nicht leisten könnte, gäbe es nicht eine hohe staatliche Förderung. 70 Prozent und somit 415 000 Euro erhofft sich Pommersfelden aus dem Förderprogramm, sodass der Eigenanteil noch 185 000 Euro beträgt. Die künftige Versorgung erfolgt grundsätzlich über Glasfaserkabel bis hin zu den Verzweigerkästen, von da weiter zu den Anschlüssen über vorhandene Kupferkabel.

Eine Ausnahme macht die Ortschaft Stolzenroth: Sie muss aus technischen Gründen mit Glasfaserkabel bis zu den Gebäuden erschlossen werden. Zielvorgabe ist eine Übertragungsgeschwindigkeit von 50 Megabit, Mindestgeschwindigkeit 30 Megabit.
Für das Gewerbegebiet Limbach war bereits bei der Ausschreibung eine Bandbreite größer als 50 Megabit gefordert worden. Das Beratungsbüro Corwese hatte das Auswahlverfahren betreut und empfahl der Gemeinde, das Angebot der Deutschen Telekom anzunehmen. Die Gemeinde rechnet damit, dass der Ausbau bis Ende 2016 abgeschlossen ist.

Erweiterung Im Gewerbegebiet Limbach wird ein weiterer Teilabschnitt erschlossen. In der Sitzung wurde mit den Kanalbauarbeiten eine Tiefbaufirma aus Breitengüßbach zum Angebotspreis von 69 626 Euro beauftragt. Baubeginn ist bereits der 24. August.


Wie Bürgermeister Hans Beck (Wählerblock Sambach) bekannt gab, läuft derzeit auch die Ausschreibung für den Straßenbau.
In gleicher Sitzung lag ein Bauantrag für eine Neuansiedlung im Limbacher Gewerbegebiet vor. Eine Willersdorfer Unternehmerin beabsichtigt den Neubau einer Lager-/Unterstellhalle mit Bürogebäude und Wohnung mit den Maßen 40 mal 64 Meter. Bei dem Unternehmen handelt es sich um ein Agrardienstleistungsunternehmen für Futterschrot. see


 

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