Herzogenaurach
Altstadtfest

Feuerwehr: Biergarten beim Altstadtfest

Die Feuerwehr geht beim Herzogenauracher Altstadtfest heuer neue Wege. Auf ein Zelt wird verzichtet, die Fläche ist etwas kleiner und auch kulinarisch gibt's Änderungen. Ein anderes Bier zum Beispiel.
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Im Feuerwehrzelt vor der Brauerei Heller versammelten sich 2009 die Gäste nach der Eröffnung. Unter ihnen auch Altbürgermeister Hans Lang (2.v.l.).  Foto: Roland Meister (Archiv)
Im Feuerwehrzelt vor der Brauerei Heller versammelten sich 2009 die Gäste nach der Eröffnung. Unter ihnen auch Altbürgermeister Hans Lang (2.v.l.). Foto: Roland Meister (Archiv)
Bisher schienen sie unzertrennlich zu sein, die Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach und die Brauerei Heller. Jahr für Jahr stand beim Altstadtfest das Zelt der Feuerwehr direkt vor der Brauereigaststätte, und das fast seit vier Jahrzehnten. Doch jetzt beim 38. Altstadtfest ist einiges anders. Der Feuerwehrverein ist zwar immer noch am bekannten Platz in der Hauptstraße zu finden, doch ein Zelt will man dieses Jahr nicht aufstellen. Und Herzogenauracher Bier wird auch nicht ausgeschenkt.

Dennoch: Um Ärger oder gar ein Zerwürfnis handelt es sich keineswegs. Das stellt Stellvertretender Vorsitzender Marcus Adler fest, dem derlei Gerüchte zu Ohren gekommen sind und der Spekulationen deswegen entgegentreten will. "Wir wollten einfach mal was neues ausprobieren", sagt Adler. Und: "Wir haben uns mit dem Heller nicht verkracht".

Den Ausschlag, etwas zu ändern, habe das Ergebnis des letzten Jahres gegeben.
"Wir waren mit den Gewinn nicht zufrieden", stellt Adler fest. Das habe nichts mit der Brauerei zu tun. Und das sei auch vielen anderen Vereinen so gegangen. Bei der Feuerwehr entschloss man sich, etwas zu ändern. Der Vorstand habe sich dann auf verschiedene Punkte festgelegt, wie man die Fixkosten verringern könne, wie Adler erläutert.

Schönere Atmosphäre?

Neu ist also, dass man mit weniger Fläche auskommt. Auch verzichtet die Wehr auf das Aufstellen eines Bierzeltes, stattdessen setzt man auf einen Biergarten. Der werde auch überdacht, durch große Schirme, ähnlich wie bei der Kerwa in Burgstall, sagt Adler. Dass das bei schlechtem Wetter Gäste kosten könnte, fürchtet er nicht. Auch ein Zelt sei ja an den Seiten offen. Und wenn's regnet, kämen die Leute eh nicht. Aber mit dem Biergarten schaffe man vielleicht wieder etwas mehr Atmosphäre.

Bei der Bewirtung will man weniger aufs Bier setzen, sondern mehr Wert auf Speisen legen. Und deshalb hat man sich erinnert, wie es früher einmal gewesen ist. Da gab's Schaschlik, Currywurst und Pommes. Das habe man seit zehn Jahren nicht mehr gemacht, und versuche es jetzt eben wieder. Die Getränke, auch das Bier, bekomme man in diesem Jahr von der Brauerei Drei Kronen aus Scheßlitz.

Ob sich dieser Versuch durchsetzt und dann auch wieder im nächsten Jahr aufgegriffen wird, ist laut Adler unklar. Fest steht, dass man, jetzt mal abgesehen vom Altstadtfest 2013, mit der Brauerei Heller weiter zusammenarbeiten wolle. Am Tag der Offenen Tür am 21. Juli, so stellt Marcus Adler fest, "gibt es definitiv wieder Hellerbier".

Was bietet die Feuerwehr zum Altstadtfest sonst? Diesmal hat man auch an die Kinder gedacht, doch leider sind die Wetterprognosen ja nicht besonders gut. So wird die geplante Attraktion für die jungen Gäste möglicherweise buchstäblich ins Wasser fallen. Bei gutem Wetter, so Adler, will die Jugendfeuerwehr am Samstag und Sonntag nachmittags Wasserspiele durchführen. Aber wenn die "Wasserspiele" schon vom Himmel kommen, kann man sich das vielleicht sparen.

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