Herzogenaurach
Sturm

"Felix" wirbelte in Herzogenaurach nur kräftig umher

Die Polizei Herzogenaurach registrierte nur ein paar kleinere Einsätze. Drei Bäume mussten gefällt werden und Christbäume wehten durch die Straßen. Ein Gebetszelt der Flüchtlingsunterkunft wurde abgebaut.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das bringt Arbeit für die Kehrmaschine: Zweige und Äste, wie hier auf dem Radweg bei Beutelsdorf, wehten umher.  Foto: Bernhard Panzer
Das bringt Arbeit für die Kehrmaschine: Zweige und Äste, wie hier auf dem Radweg bei Beutelsdorf, wehten umher. Foto: Bernhard Panzer
Der für das Wochenende angekündigte Sturm "Felix" scheint ein Herzogenauracher zu sein. Zumindest beließ er es glücklich bei wenigen Böen und sorgte damit nur für ein paar kleinere Einsätze. Das bestätigte die Polizeiinspektion Herzogenaurach gestern Nachmittag auf Nachfrage.

Insgesamt gingen am Samstag fünf Meldungen ein. Um 9 Uhr wurde die Polizei darüber informiert, dass am Welkenbacher Kirchweg ein Bauzaun umgestürzt sei.

Am Nachmittag wurden die Einsatzkräfte in die gleiche Straße gerufen. Ein paar Häuser weiter hatte der Sturm offenbar kräftig in einen Garten geblasen. Zwei größerer Bäume standen schief und drohten umzustürzen. Daraufhin informierte die Polizei die Feuerwehr, die die Gefahr beseitigte, indem die Einsatzkräfte zur Axt griffen und die Bäume fällten.

Auch in der Flurstraße war es ein Baum, der für einen Einsatz sorgte. Hier war es eine Weide, die Felix aus der Stabilität gerissen hatte, so dass sie umzustürzen drohte. Hier griff der Eigentümer selbstständig zu Beil oder Säge und legte den Baum um. Das war gegen 15 Uhr.

Zwei Stunden später trieb der stürmische Herr sein Spielchen mit Christbäumen, die an den Straßenrändern zum Abholen bereitgelegt waren. Sie waren quer über die Fahrbahnen geweht worden und wurden von der Polizei an einen sicheren Ort zurückgelegt.

Solche Vorfälle zogen sich über das gesamte Wochenende hin. Polizeihauptmeister Alexander Wagner von der PI Herzogenaurach erinnert sich. Er hatte am Freitag Dienst. Während einer Streifenfahrt habe er allein fünf Christbäume von den Straßen entfernen müssen.

Letzter von der Polizei registrierter Vorfall am Samstag: eine weitere umgestürzte Baustellenabsperrung.


Stürmböen in der Asylbewerber-Unterkunft


Für die Feuerwehr begann der Samstag schon früh am Morgen. Kurz nach halb fünf Uhr wurde die Feuerwehr Herzogenaurach alarmiert: Sturmböen hatten in der Asylbewerberunterkunft Bauzäune umgeworfen und Zelte beschädigt. Das berichtet Stefan Brunner von der Pressestelle der Kreisfeuerwehr. Wohn- und Schlafeinrichtungen wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen, hieß es. Die Feuerwehr baute aber ein Gebetszelt vorübergehend ab und isolierte ein herausgerissenes Stromkabel, um eine weitere Gefährdung auszuschließen.

Gegen 11 Uhr musste auf der Straße zwischen Herzogenaurach und Falkendorf ein umgestürzter Baum beseitigt werden.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren