Nainsdorf
Aischtal-Radweg

Fahrräder haben freie Fahrt bei Nainsdorf - Ideen für bessere Radwege in Adelsdorf

Die Brücke bei Nainsdorf kann nun für Radler endlich benutzt werden, ohne absteigen zu müssen. Adelsdorfs Radwegbeauftragter Gert de Groot hat schon eine neue Idee, wie die Gemeinde radlerfreundlicher werden kann.
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Die Nainsdorfer Brücke über die Aisch wurde fahrradfreundlicher gemacht. Radgwegbeauftragter Gert de Groot  (rechts) freute sich mit Bürgermeister Karsten Fischkal und Verwaltungspraktikantin Jasmin Trescher. Foto: Christian Bauriedel
Die Nainsdorfer Brücke über die Aisch wurde fahrradfreundlicher gemacht. Radgwegbeauftragter Gert de Groot (rechts) freute sich mit Bürgermeister Karsten Fischkal und Verwaltungspraktikantin Jasmin Trescher. Foto: Christian Bauriedel
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Es ging um 20 Zentimeter. Genau so viel fehlte dem hölzernen Geländer der Brücke über die Aisch bei Nainsdorf. Mit einer Höhe von 1,30 Metern war es zu niedrig. Radfahrer durften aus Sicherheitsgründen nicht darüber radeln - Vorschrift ist Vorschrift.

Doch am Donnerstag konnten die "Radfahrer absteigen"-Schilder abmontiert werden. Was Gert de Groot, den Radwegbeauftragten der Gemeinde Adelsdorf, natürlich freute. Auf seine Initiative hin wurde dieses Problem des Aischtal-Radwegs bei Nainsdorf angegangen. Er habe das alte Geländer gesehen, als es abgebaut war. "Innen war es total morsch. Das hat man von außen gar nicht gesehen", sagt de Groot.

Nachbessern am Geländer

"Da muss aber noch was hin", betonte Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) gestern beim Ortstermin. Er zeigte aufs neue Geländer. Eine Querstrebe werde man über die bestehende noch einziehen. Denn die Lücke sei schon so groß, dass, wenn es blöd läuft, ein fahrradfahrendes Kind in die Aisch stürzen könnte. Flachere Rampen an den Brückenenden soll es ebenfalls noch geben. Dann ist die Aischbrücke bei Nainsdorf abgehakt. Doch Gert de Groot, der als umtriebiger Fahrradfreund bekannt ist, hat schon eine neue Idee im Köcher.

Radweg auf dem Bahndamm?

Er hat den alten Bahndamm bei Adelsdorf im Auge. Zwischen Eisweiher und B 470, wo der Radweg an den Weg nach Neuhaus anschließt, könne man den Damm doch für einen Fahrradweg nutzen, so sein Vorschlag. Ebenso hinter Wiesendorf in Richtung Forchheim.

Der Flurbereinigungsweg beim Eisweiher sei mittlerweile schon mehr als ein Schleichweg für Autofahrer, fast schon ein kleiner "Zubringer", etwa für die Anwohner im Wohngebiet Seeside. Hier wäre es für Fußgänger und Radler optimal, wenn es einen getrennten Weg auf dem Damm geben könnte. Attraktivere Wege würden bedeuten, dass auch mehr aufs Fahrrad steigen: "Sobald man da einen Fuß- und Radweg hat, wird sich das verdoppeln", sagt de Groot.

Dass es dort bereits einen Weg gibt, betont Fischkal. Jedoch sei dieser nicht ausgebaut. Aber man denke darüber nach, das anzugehen. Der erste Schritt wäre jedoch erst einmal eine artenschutzrechtliche Prüfung, ob überhaupt ein Weg asphaltiert werden kann. "Nicht in den nächsten zwei bis drei Jahren", so Fischkals Einschätzung.

Dass der Flurbereinigungsweg eine beliebte Strecke bei autofahrenden Anwohnern ist, wisse man. Eine Verkehrszählung habe ergeben, dass durchschnittlich 600 Autos am Tag dort entlang fahren. Zum Vergleich: in der Straße Am Eisweiher waren es durchschnittlich 800, in der Bahnhofstraße 1500.

Eine Aktivierung des Bahndamms bei Wiesendorf als Radweg Richtung Forchheim liege momentan wegen der Überlegung eines Baugebiets "auf Eis", so Fischkal. Doch das Gute sei, dass die Gemeinde Eigentümerin des Bahndamms ist. Gestaltungsspielraum für die Radler besteht also.

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