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Europa lässt in Erlangen-Höchstadt nur jeden Dritten kalt

In Erlangen-Höchstadt lag die Wahlbeteiligung diesmal bei über 66 Prozent. Die SPD erleidet massive Verluste.
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Der Herzogenauracher CSU-Kandidat Konrad Körner (r.) verfolgte in München mit der künftigen Europa-Abgeordneten Marlene Mortler und dem ehemaligen Vizepräsidenten des EU-Parlaments, Ingo Friedrich, die Bekanntgabe der Ergebnisse.    Foto: privat
Der Herzogenauracher CSU-Kandidat Konrad Körner (r.) verfolgte in München mit der künftigen Europa-Abgeordneten Marlene Mortler und dem ehemaligen Vizepräsidenten des EU-Parlaments, Ingo Friedrich, die Bekanntgabe der Ergebnisse. Foto: privat
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Die größte Überraschung bei dieser Europawahl im Landkreis Erlangen-Höchstadt war ähnlich wie bundesweit nicht das schlechte Abschneiden der SPD, die mit 11,08 Prozent im Kreis ihr Ergebnis von 2014 mehr als halbierte, sondern die hohe Wahlbeteiligung von 66,54 Prozent. 2014 hatte sie 44,13 Prozent betragen.

Die CSU schnitt mit 37,64 Prozent in Erlangen-Höchstadt etwas schlechter ab als auf Landesebene, war aber dennoch in allen Gemeinden mit Ausnahme von Buckenhof, wo die Grünen 34,46 Prozent erreichten, stärkste Partei. Die AfD bekam im Landkreis mit 7,68 Prozent etwas weniger Stimmen als bayernweit, schaffte in Vestenbergsgreuth, Wachenroth und Mühlhausen aber ein zweistelliges Ergebnis.

In einer ersten Reaktion freute sich gestern Abend der Herzogenauracher CSU-Europakandidat Konrad Körner darüber, "dass wir als CSU diejenigen Lügen strafen, die nicht müde werden, die einzigartige Stellung der CSU im Parteiensystem als Vergangenheit ansehen zu wollen". Körner rechnet nicht damit, selbst ins Europaparlament einzuziehen. In den vergangenen Wochen hat er über 150 Termine absolviert "und auf meinem Tacho stehen 12 000 Kilometer mehr als vor drei Monaten".

Landrat Alexander Tritthart (CSU) verfolgte den Einlauf der Ergebnisse aus den 25 Gemeinden im Landratsamt und freute sich besonders darüber, dass das neue EDV-Wahlprogramm super funktioniert hat. Mit dem Programm kann auf der Homepage des Landratsamtes erstmals jeder Wähler sehen, wie in seinem Wahllokal gewählt wurde. Für seine CSU hätte sich Tritthart im Kreis ein "etwas besseres" Ergebnis gewünscht.

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