Höchstadt a. d. Aisch
Förderung

EU-Gelder für den Höchstadter Kellerberg

Der Kellerberg in Höchstadt soll noch schöner werden. Die rund 400 Jahre alte Anlage wird ohnehin von Fachleuten für die größte dieser Art in Deutschland gehalten und zählt vermutlich zu den bedeutendsten Kellerbauten in Europa. In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Stadtrat einstimmig den Einstieg in ein Projekt, das für Sanierungsarbeiten an den Häuschen und Kellereingängen hohe Zuschüsse sichert.
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Die Häuschen am Höchstadter Kellerberg mit ihren darunter liegenden Felsenkellern zählen zu den bedeutendsten Anlagen dieser Art in Europa. Für ihren Erhalt und die Sanierung der einzelnen Objekte macht die EU Geld locker. Foto: Andreas Dorsch
Die Häuschen am Höchstadter Kellerberg mit ihren darunter liegenden Felsenkellern zählen zu den bedeutendsten Anlagen dieser Art in Europa. Für ihren Erhalt und die Sanierung der einzelnen Objekte macht die EU Geld locker. Foto: Andreas Dorsch
"Wer als Eigner an diesem Programm nicht mitmacht, ist selbst schuld", sagte Bürgermeister Gerald Brehm (JL) in der Sitzung. Die Eigentümer der 24 Kellerhäuschen müssen natürlich mitziehen, können aber mit einem relativ kleinen Eigenanteil viel bewirken.

Für Dächer und Fassaden

"Neugestaltung und Nutzung der Kellerhäuschen am historischen Kellerberg" wurde das Projekt betitelt, hinter dem auch die Leader-Region Aischgrund und die LAG stehen. In Zusammenarbeit mit dem Kellerbergverein, den Eigentümern und der LAG soll das Projekt umgesetzt werden.

Zuschüsse winken zu Erhalt, Erneuerung und Aufwertung der Kellerhäuschen. Für neue Dächer gibt es ebenso Geld wie für die Sanierung von Fassaden, Treppen- und Außenanlagen.
Die nötigen Maßnahmen an den 24 Kellerhäuschen hat das städtische Bauamt auf knapp 220.000 Euro veranschlagt. Darauf gäbe es 50 Prozent EU-Zuschüsse. Nur 25 Prozent müssten die Eigentümer beisteuern und für den Rest würde die Stadt - auch mit Eigenleistungen des Kellerbergvereins - aufkommen. Der Vorstand der LAG habe das Projekt bereits abgesegnet, ließ der Bürgermeister wissen.

Aufwertung der Innenstadt

SPD-Sprecher Andreas Hänjes sieht dieses Projekt auch als Aufwertung der Innenstadt. "Wir sollten aber auch vernünftig mit den EU-Mitteln umgehen und schauen, wer was kriegt", meinte Hänjes und ließ anklingen, dass manche Kellereigner schon reich genug seien.

Auch die Junge Liste sehe das Projekt als Stärkung der Innenstadt, sagte deren Sprecher Michael Ulbrich. Er lobte den Kellerbergverein, den die Stadt weiter unterstützen sollte, und freute sich über dessen Entwicklung.
Hans-Walter Förtsch (CSU) appellierte an den Bürgermeister, sich dafür einzusetzen, bei dem Projekt alle Kellerhauseigner mit ins Boot zu bringen. Dann sei die EU-Förderung bei uns besser aufgehoben als in Italien, ergänzte Ulrich Wustmann (CSU) und erinnerte daran, die Felsenkeller unter den Häuschen nicht zu vergessen.

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