Gesundheit

Essen lässt sich leicht bewerten

Ein Krankenhausaufenthalt ist schon schlimm genug. Wenn dann auch noch die Verpflegung nicht stimmt, sind Patienten schnell verärgert, wie in Bamberg. Wie sieht es im St.-Anna-Krankenhaus in Höchstadt und im Klinikum Erlangen aus?
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Gerda Rath, Küchenleiterin im St.-Anna-Krankenhaus, muss sich mit ihrem Team an viele Hygieneregeln halten, damit das Essen in einer guten Qualität ankommt. Foto: Theresa Schiffl
Gerda Rath, Küchenleiterin im St.-Anna-Krankenhaus, muss sich mit ihrem Team an viele Hygieneregeln halten, damit das Essen in einer guten Qualität ankommt. Foto: Theresa Schiffl
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Neben einer guten Pflege ist bei einem Krankenhausaufenthalt auch das Essen ein wichtiger Aspekt für die Zufriedenheit der Patienten. Dass das Essen für Patienten sehr wichtig ist, zeigt sich am Beispiel des Krankenhauses in Bamberg: Dieses wurde vor kurzem wegen seinem unappetitlich aussehenden Essens in den sozialen Medien scharf kritisiert. Dort postete eine Besucherin ein Foto einer Linsensuppe: "Pflege und das Essen - das sind zwei Punkte, die Patienten während ihres Aufenthalts bewerten können. Und da sind sie sogar sehr streng", sagt Albert Pickarz, der einen weißen Kittel, eine weiße Schutzhaube auf dem Kopf sowie blaue Plastiküberzüge über den Schuhen trägt. Hier muss alles nach den Vorschriften der Lebensmittelhygiene laufen. Wie wichtig das Essen ist, weiß auch Gerda Rath, Küchenleiterin im St. Anna-Krankenhaus: "Die Leute warten ja mehr oder weniger den ganzen Tag immer auf das Essen."

Hier wird noch selbst gekocht

"Wir kochen unser Essen immer noch selbst. Es wird gekocht und gleich an die Bewohner verteilt", erklärt Albert Prickarz, kaufmännischer Leiter und Sprecher der Betriebsleitung. Das sei dem St.-Anna-Krankenhaus in Höchstadt sehr wichtig. Auch die Patientenbefragungen zeigen eine durchaus positive Bilanz: Bei 53 Rückmeldungen an das Krankenhaus sind 50 Personen mit dem Essen sehr zufrieden, nur drei fanden das Essen nicht ganz so gut. "Das ist auf alle Fälle sehr gut und beruhigend", sagt Prickarz.

Ein weiterer Grund, der für das Essen des Krankenhauses spricht: Es gibt auch externe Esser und mehrere Kindergärten erhalten ihre Mittagsverpflegung aus der Krankenhaus-Küche.

Strenge Vorschriften

Alle Speisen müssen nach bestimmten Vorschriften, die durch das europäische Lebensmittelhygienerecht geregelt sind, gelagert, verarbeitet, zubereitet und schließlich serviert werden. "Wir haben unterschiedliche Bereiche, wo nur ganz bestimmte Lebensmittel gelagert oder auch zubereitet werden. Fleisch darf man zum Beispiel nicht auf die gleiche Fläche legen, wo Gemüse geschnitten wird", sagt Prickarz.

Bei den Essenstabletten erklärt er: "Die sind so dick, da bleibt das Essen warm und die Qualität wird dadurch auch gewährleistet." Ebenso verhält es sich bei den Transportboxen zu den Kindergärten."Die Transportboxen für die Kindergärten werden auf 86 Grad erhitzt, damit das Essen dann auch wirklich warm ankommt", erklärt Rath.

Generell seien gerade die Temperaturen beim Lagern, aber auch für die fertigen Essen sehr wichtig, um zum Beispiel Krankheiten oder Verunreinigungen zu verhindern. "Bei uns war erst kürzlich das Gesundheitsamt da und es hatte nichts zu bemängeln. Da wird wirklich alles ganz genau begutachtet und überprüft. Bei kleinsten Roststellen oder anderen Abnutzungen, müssen wir diese sofort ausbessern", erklärt Prickarz.

Um die Küche müsse er sich keine Sorgen machen, sagt er und lächelt. "Wir achten ganz besonders darauf, dass hier wirklich alles passt", meint Gerda Rath und verschwindet wieder in der Großküche, wo noch etwas Arbeit für das Abendessen auf sie wartet.



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