Weihnachtskonzert

"Es war ein Hochgenuss"

Die Chöre und Orchester des Höchstadter Gymnasiums stimmten die Zuhörer gekonnt auf das Fest ein.
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Bestens eingestimmt auf das Weihnachtsfest wurden die Zuhörer in der Aula des Gymnasiums.Johanna Blum
Bestens eingestimmt auf das Weihnachtsfest wurden die Zuhörer in der Aula des Gymnasiums.Johanna Blum
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Das Gymnasium Höchstadt hatte zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert in die Aula eingeladen. Dass es diesmal nicht wie üblich in der St. Georgskirche stattfand, schadete dem Konzert in keiner Weise. Dekan Kilian Kemmer schmunzelte: "Ich vermisse diesmal die frierenden Besucher." Und mit Blick auf die Mitwirkenden: "Ihr verzaubert den profanen Raum hier durch eure Musik."

Und er sollte Recht behalten. Die Ära Kaufmann ist im letzten Schuljahr zu Ende gegangen, doch Rüdiger und Maria Kaufmann unterstützen weiterhin gerne das Orchester. Die Musikpädagogin Ariane Dammann-Ranger, Leiterin des Großen Orchesters, bedankte sich bei ihrem Vorgänger, von dem sie ein tolles Orchester übernommen habe. Solisten, Vororchester, Chorklassen der 6. Jahrgangsstufe, Großes Orchester, Unterstufenchor und ein Vokalensemble unter der Leitung von Georg Schlee, Ariane Dammann-Ranger und zum ersten Mal auch von Florian Kager hatten ein eindrucksvolles, anspruchsvolles, besinnliches und hervorragendes Konzert ganz ohne technische Verstärker gestaltet.

"Diese Schule kann es leicht mit einem Musischen Gymnasium aufnehmen", schwärmte eine begeisterte Zuhörerin am Ende des Abends. Nicht nur sie war tief beeindruckt von dem hohen Niveau der Darbietungen.

Weihnachtliche Klänge durchzogen das Schulhaus. Von Rudolf, dem Rentier, englischen Weihnachtsliedern über das "Concerto Grosso", das Weihnachtskonzert schlechthin von Arcangelo Corelli über eine "Suite Antique" von John Rutter, seinem "Carol of the children" und dem "Carol of bells" mit Hanele Fröhlich als Solistin mit ihrer klaren Stimme bis zur "Missa popularis" - alles ging ins Ohr und die zahlreichen Zuhörer - die Aula war fast bis auf den letzten Platz besetzt - klatschten oft vor Begeisterung auch zwischen den Stücken.

Die Messe fürs Volk (Missa popularis) von Mårten Jansson, komponiert im Jahr 2016, verlangte vom Großen Chor der Jahrgangsstufen 8-12, vom Vokalensemble Q11&Q12 und dem Streichensemble unter der Leitung von Georg Schlee das Äußerste. "Ihr habt es wirklich gut geschafft, denn das Stück ist sehr schwer!", so Schlee am Ende zufrieden. "Auch für das Streicherensemble war es harte Kost, denn es ging fast durch alle B- und Kreuztonarten", ergänzte er.

Schulleiter Bernd Lohneiß war ebenfalls sehr zufrieden. "Es war ein Hochgenuss und ihr habt uns mit euren Instrumentalstücken und Liedern verzaubert!", schwärmte er, und bedankte sich bei allen Mitwirkenden von der Technik bis hin zur mühevollen Kleinarbeit der gesamten Musikfachschaft, bevor die Zuhörer und alle Mitwirkenden gemeinsam das Lied "O du fröhliche" sangen. "Sie kamen ohne Chipkarte herein und kommen auch ohne wieder heraus. Aber macht hoch die Tür und seid bereit, am Ende etwas zu geben, wenn's euch gefallen hat", meinte Dekan Kemmer. Alle Zuhörer waren noch zu Punsch und Plätzchen eingeladen bevor sie den Heimweg antraten, bestens eingestimmt auf das kommende Weihnachtsfest.
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