Herzogenaurach
Winter

Es ist die Zeit der Wasserrohrbrüche

Jetzt, da der Frost im Boden steckt, ereignen sich vermehrt Wasserrohrbrüche. Nicht immer ist so schnell repariert wie am Dienstag in Haundorf.
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Der Schaden in der Kapellenstraße in Haundorf war schnell behoben, die zweitägige Sperre musste nicht in Anspruch genommen werden.  Foto: Bernhard Panzer
Der Schaden in der Kapellenstraße in Haundorf war schnell behoben, die zweitägige Sperre musste nicht in Anspruch genommen werden. Foto: Bernhard Panzer
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Es sind zumeist die drei ersten Monate im Jahr, in denen vermehrt Wasserrohrbrüche gemeldet werden. Für die Betroffenen mag das ärgerlich sein, aber außergewöhnlich sind solche Vorfälle nicht. Vor allem wenn der Frost sich länger hält, wie in den vergangenen Tagen, reagiert das Material.

Die Temperaturschwankungen wirken sich aus, sagte Jürgen Bauer, der Geschäftsführer der Herzo Werke, am Dienstag. Am frühen Morgen war in der Kapellenstraße ein solcher Wasserrohrbruch gemeldet worden, das Landratsamt kündigte für die Zeit der Reparatur eine zweitägige Sperre der Kreisstraße an.

Zwei Tage sind es letztlich nicht geworden, der Schaden war flott behoben, die Straße konnte nach wenigen Stunden wieder befahren werden. Betroffen waren zwei Schieber. Der Schaden sorgte dafür, dass in den frühen Morgenstunden Wasser austrat. Der Fahrer des Streuautos soll darauf aufmerksam geworden sagen, sagt Nachbar Peter Rollig, der sich gegen Mittag auf der Baustelle umschaute. Da war der Schaden schon behoben, das Wasser sei auch nicht lange abgesperrt gewesen, sagte der Haundorfer. Das Baustellen-Trio der Herzogenauracher Firma Zollhöfer hatte schnell und wirksam gearbeitet.

Stets in Bereitschaft

Das Pflasterbau-Unternehmen ist Partner der Herzo Werke bei solchen Störfällen. Rund um die Uhr könne der Bereitschaftsdienst aktiviert werden, sagte Bauer, 24 Stunden jeden Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Zurzeit wird diese schnelle Nothilfe auch gebraucht. Denn erst letzte Woche "waren wir zweimal draußen", sagte Mitarbeiter Vittorio Santoro, der auch gestern vor Ort im Einsatz war.

Beim gestrigen Störfall wurde das Wasser durch Risse im Asphalt und an der Kante zum Gehsteig nach oben gedrückt. Mit dem Bagger ging man der Ursache schnell auf den Grund. Es mussten zwei Schieber ausgetauscht werden, deren Material korrodiert war und, durch den Frost versursacht, dann brach, wie Jürgen Bauer feststellte. "Der Frost verändert die Strukturen im Boden", sagte Jürgen Bauer. Und so komme es eben zu Rissen.

Oft genüge es, eine Bandage über die schadhafte Stelle zu legen. Bei hartnäckigen Schäden müssten auch schon mal Teile der Leitungen ausgewechselt werden. In diesem Jahr habe man ein paar mehr Einsätze verzeichnet als sonst. So wie kürzlich in der Rathgeberstraße. Da herrschte in der Nacht strenger Frost, und das sprudelnde Nass gefror sofort auf der Straße. Im Durchschnitt sind jährlich etwa 20 Rohrschäden zu beheben.

Per Schallortung

Grundsätzlich wechseln die Herzo Werke routinemäßig über das Jahr verteilt Schieber vorsorglich aus, teilte der Geschäftsführer der Werke weiter mit. Das werde dann meist mit Straßenerneuerungsmaßnahmen kombiniert.

Nicht immer tritt Wasser sprudelnd an die Oberfläche, berichtet Bauer. Manchmal registriert die laufende Netzüberwachung außergewöhnliche Wasserverbräuche in den Nachtzeiten. Dann versickert das Wasser aus beschädigten Leitungen direkt in einen defekten Kanal oder im Erdreich. Um solche Rohrschäden feststellen zu können, werde das das Wassernetz im, Bedarfsfall des nachts überwacht. Das geschieht durch Schallortung.



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