Herzogenaurach
Erdbebenhilfe

Es folgt Schule Nummer vier in Nepal

Der Herzogenauracher Alberto Parmigiani baut mit der Hilfsorganisation "Son of Light" weiter Schulen in Nepal. Fleißig sammelt er weiterhin Spenden.
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Alberto Parmigiani hat die Ergebnisse der vergangenen Jahren auf Fototafeln dokumentiert.  Foto: Bernhard Panzer
Alberto Parmigiani hat die Ergebnisse der vergangenen Jahren auf Fototafeln dokumentiert. Foto: Bernhard Panzer
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Und wieder mal ist Alberto Parmigiani von einer Reise nach Nepal zurückgekehrt. Und wieder hat er Neuigkeiten im Gepäck. Der engagierte Herzogenauracher, der seit dem großen Erdbeben in Nepal den Menschen in den Dörfern des Himalaya hilft, hat den Bau einer weiteren Schule im Visier. Drei solcher Schulen stehen schon, die vierte soll in diesem Jahr noch folgen. Und auch eine fünfte hat er schon im Kopf, da würde er sich mit einem Betrag beteiligen.

Parmigiani hat seinen Besuch in Nepal genutzt, um eines der letzten Projekte zu besichtigen. Dabei handelt es sich um eine Aufbereitungsanlage für Trinkwasser an einer Schule. Und für den Bau der vierten Schule ist er in den Behörden zugange gewesen. Dieses Gebäude für 156 Kinder soll im Dorf Lothar im District Rapti in der Region Makawanpur Chitwan entstehen. In der gleichen Region hat Albertos Hilfsorganisation "Son of Light" - er ist einer von drei Gründern - schon die dritte Schule gebaut und an einer weiteren das Wasserprojekt durchgeführt.

"Ich bin für das neue Projekt schon frühzeitig in Kontakt mit den Politikern getreten", sagt Alberto zu Schule vier. "Wir bekommen die Genehmigung." Da hat er aus Erfahrungen der Vergangenheit gelernt, denn auf ein anderes Schulprojekt habe er verzichten müssen, da die Baugenehmigung dort mit Schmiergeld-Forderungen verknüpft gewesen sei (der FT berichtete). Das aber kommt für ihn nicht in Frage: "Keiner darf die Hand aufhalten."

Platz für 156 Kinder

Die neue Schule kostet 35 000 Euro, wird acht Räume umfassen und Platz für 106 Buben und 50 Mädchen bieten. Für die fünfte Schule will "Son of Light" den Rohbau beisteuern. Das kostet weitere 16 000 Euro. Den größeren Rest übernehmen der Rotary-Club und die Organisation Ecca, wie der Herzogenauracher berichtet.

Die Finanzierung beider Vorhaben sieht Alberto als gesichert an. Zum einen habe er aus früheren Spendenaktionen noch Geld übrig, zum anderen setzt er auf die fünfte Auflage von "Rock für Nepal", das am Tag vor Fronleichnam auf dem Herzogenauracher Marktplatz stattfindet. Im letzten Jahr habe er damit an die zehntausend Euro erlöst.

Aber er zieht seine Spenden noch aus weiteren Aktionen. Zum Beispiel hat der Musiker, der viel mit der Klangschale unterwegs ist, jetzt die Hand Pan entdeckt. Dieses melodiöse Percussion-Instrument nimmt Parmigiani, der ursprünglich Rock-Schlagzeuger ist, am kommenden Sonntag mit in die Nürnberger Fußgängerzone.

Genehmigung kostet vier Euro

An mehreren Schautafeln informiert er über die Ergebnisse der vielen Spenden in Nepal. Und er verkauft seine CD, die er jüngst mit der Handpan aufgenommen hat. Die Genehmigung zum Auftritt als Straßenmusiker hat ihm vier Euro gekostet, wie er anmerkt. Und auch beim Herzogenauracher Kulturfestival im September wolle er auftreten, kann er jetzt schon versichern.

Und wenn dann wieder viel Geld eingespielt und gesammelt ist, dann schaut der Spendenbeschaffer auf das dritte noch kommende Projekt. Da sei ein Waisenhaus im Gespräch, kündigt er an. Einen großen Dank hat er für viele Firmen parat, die ihn seit Jahren unterstützen. Ihnen dankt er mit deren Logo auf dem Flyer für das Benefizkonzert "We rock for Nepal" am 19. Juni auf dem Marktplatz. Dort gibt die Band "Rocktide", bei der Parmigiani das Schlagzeug spielt, übrigens ihr Abschiedskonzert.

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