Erlangen
Neue Straße

Erlangen: Wichtige Ost-West-Achse ist jetzt Einbahnstraße

Am Maximiliansplatz vor der Uniklinik in Erlangen wurde die Verkehrsführung neu geregelt. Aber nicht jeder Autofahrer hat es schon verinnerlicht.
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Von Ost nach West ist am Maximliansplatz  in Erlangen die Durchfahrt nur für Rettungsdienst, Busse und Radfahrer erlaubt.  Foto:  Christian Bauriedel
Von Ost nach West ist am Maximliansplatz in Erlangen die Durchfahrt nur für Rettungsdienst, Busse und Radfahrer erlaubt. Foto: Christian Bauriedel
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Es ist eine der wichtigen Ost-West-Routen durch Erlangen, für die die Stadt am Montag die Verkehrsführung geändert hat. Doch auch eine lange Vorlaufzeit mit zahlreichen Ankündigungen bis hin zu großen Hinweistafeln mit Leuchtschrift in den vergangenen Wochen scheinen noch nicht jedem Autofahrer verdeutlicht zu haben, wie das nun ist mit der Einbahnstraße vor der Klinik.

Die Straße Maximiliansplatz, also die Verlängerung der Neuen Straße vor der Chirurgie und dem Bettenhaus, ist seit Montag Einbahnstraße. Vom Stadtosten, also aus Richtung Audimax und Philosophentürme kommend, ist die Durchfahrt nur noch bis zur Ecke Östliche Stadtmauerstraße möglich. Dort prangt ein Einbahnstraßenschild. Dass hier nur noch Rettungsdienst, Busse und Radfahrer auf einer eigenen Spur weiterfahren dürfen, darauf weist ein leuchtend blauer Streifen auf der Straße hin.

Mit dieser Maßnahme versucht die Stadt dem Problem mit dem massenhaften Durchgangsverkehr Herr zu werden. Wer von Osten kommend in Richtung Zentrum oder auf die Autobahn will, muss nun außenrum. Als Ausweichrouten sind einerseits die vierspurige Werner-von-Siemens-Straße als Zubringer zur A73 vorgesehen. Zum anderen wird der Verkehr nun nördlich über die Palmsanlage und die Spardorfer sowie die Essenbacher Straße (unten am Burgberg rum) zunehmen. Entlastung will die Stadt durch die Einbahnstraßenregelung vor der Uniklinik vor allem den Anwohnern der Neuen Straße schaffen.

Rund 12.000 Autos täglich quälten sich durch die enge Straße. Durch die Einbahnstraße erhofft man sich eine deutliche Reduzierung. Nur noch 4500 Fahrzeuge täglich sollen es sein. Zusätzlich zur Einbahnstraße werden derzeit auch verkehrsberuhigende Maßnahmen getroffen. Vor der Studentenkneipe Kanapee etwa sind Pflanzkübel aufgestellt und Fahrradständer installiert worden. Zudem wird das bisherige Parken auf dem Gehweg auf die Straße verlagert. In einem Probebetrieb will die Stadt die Maßnahmen beobachten und analysieren, wie sich das Verkehrsaufkommen andernorts erhöht.

Dass die Klinikstadt Erlangen, die täglich 60.000 Pendler zählt, baulich nicht für diese Verkehrszahlen ausgelegt ist, ist nicht nur der Stadtspitze bekannt. Auch die Klinikleitung hat das Problem auf dem Schirm.

Als existenzbedrohende Situation etwa bezeichnete es Heinrich Iro, Ärztlicher Direktor der Uniklinik, vor einiger Zeit bei einem Pressegespräch. Er meinte damit einerseits den drohenden Verkehrsinfarkt genauso wie den eklatanten Parkplatzmangel an der Klinik. 1500 Parkplätze würden alleine für Mitarbeiter fehlen, die sich teils die Miete in Erlangen nicht mehr leisten können und von weiter her einpendeln müssen. Ein Nachteil für die Uniklinik als Arbeitgeber. Dazu fehlen rund 600 Parkplätze für Besucher und Patienten. Doch hier wolle man mit neuen Parkhäusern gegensteuern, wenn die Uni einmal aus dem Areal an der Bismarckstraße ausgezogen ist, was allerdings noch ein paar Jahre dauern kann.

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