Erlangen

Erlangen: Wettbewerb zur Weiterentwicklung des Großparkplatzes

Zur künftigen Struktur und Entwicklung des Großparkplatzes soll ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt werden.
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Zur künftigen Struktur und Entwicklung des Großparkplatzes soll ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt werden. Das hat der Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss des Stadtrats am Dienstag beschlossen. Als wichtige Zielsetzungen hat der Stadtrat die Stärkung des Areals als Verkehrsdrehscheibe und die Entwicklung eines lebendigen Quartiers festgeschrieben. Die Parkplatzfunktion für die Innenstadt soll erhalten bleiben.

?Verschiedene Faktoren führen dazu, dass das Areal entwickelt werden muss?, erläutert Planungs- und Baureferent Josef Weber: So sei das vorhandene Parkhaus marode und müsse über kurz oder lang saniert werden. Zum anderen gelte es zu entscheiden, wie die künftige Stadt-Umland-Bahn gut über das Areal geführt werden könne. Darüber hinaus suche der Freistaat Bayern in zentraler Lage einen Standort in Erlangen, um ein Zentrum der Berufsfachschulen des Gesundheitswesens und eine Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe am Universitätsklinikum Erlangen (ZBG) neu bauen zu können. ?Hierfür ist aus Sicht der Stadtverwaltung und des Freistaats ein Standort am heutigen Großparkplatz prinzipiell geeignet?, so Weber.

Als wichtige Eckpunkte für den städtebaulichen Wettbewerb hat der Stadtrat festgelegt, dass die Zahl der derzeit rund 1.600 Pkw-Parkplätze auf dem Großparkplatz deutlich erhöht werden soll. Dieses Ziel soll durch moderne und attraktive Parkhäuser erreicht werden, die durch eine derzeit geplante City-Buslinie an die Innenstadt angebunden werden können. Zudem soll es auch in Zukunft am Westausgang des Bahnhofs Kurzparkplätze, sogenannte ?Kiss-and-ride?-Parkplätze, geben. Beachtet werden muss auch das Thema Busverkehr, da derzeit für einen künftigen zentralen Busverknüpfungspunkt eine Vorzugsvariante entwickelt wird und neben dem Standort Arcaden auch der Großparkplatz eine Option ist. Ein wichtiges Thema ist schließlich auch eine ausreichende Zahl an Fahrradstellplätzen in der Nähe des Bahnhofs.

Neben der Beibehaltung der zentralen Verkehrsfunktion soll der Wettbewerb auch aufzeigen, wie auf dem Areal ein gemischt genutztes Quartier mit attraktiven Freiflächen entstehen kann. Die Entwicklung von großflächigem Einzelhandel als Konkurrenz zur Innenstadt wird von vornherein ausgeschlossen. Geprüft werden soll hingegen die Möglichkeit der Integration von Wohnungen in das neue Stadtquartier. Aufgabe des Wettbewerbs ist dabei vor allem, intelligente städtebauliche und technische Lösungen für die vorhandene Schallproblematik vorzuschlagen.

Oberbürgermeister Florian Janik sagte: ?Wir sind uns darüber bewusst, dass das Thema Großparkplatz sehr sensibel ist. Zugleich sehen wir aber, dass sich mit der Entwicklung des Großparkplatzes die seltene Möglichkeit einer nachhaltigen Innenentwicklung in direkter Nähe zu Hauptbahnhof und Innenstadt eröffnet.? Weber ergänzt: ?Das neue Stadtquartier soll in Zukunft die Innenstadt wesentlich besser und für alle Menschen attraktiver an den Naherholungsraum Regnitzgrund anbinden und einen Stadteingang bilden.?

Die Bürgerinnen und Bürger sollen informiert und an der Vorbereitung der Wettbewerbsauslobung beteiligt werden. Für den 26. Juli ist eine Veranstaltung geplant, in der Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche und Ideen in die Wettbewerbsauslobung einbringen können (15:30 Uhr, Stadtspaziergang, Treffpunkt Bahnhof; 17:00 Uhr Bürgerbeteiligung, Clubbühne des E-Werk, Fuchsenwiese 1). Zudem sollen die Wettbewerbsergebnisse der Öffentlichkeit vor einer Entscheidung zur Umsetzung vorgestellt und mit den Bürgerinnen und Bürgern besprochen werden.

Einen Überblick über das Verfahren, die Planungshistorie und die Stadtratsbeschlüsse zur Entwicklung des Großparkplatzes gibt es auch im Internet unter www.erlangen.de/großparkplatz.

26.06.2019
Dieser Inhalt wurde erstellt von Stadt Erlangen
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