Erlangen
Demonstration

Spontandemo: Fridays for Future protestiert in Erlangen gegen Siemens

Nach der Entscheidung von Siemens, an der Lieferung einer Zugsignalanlage für ein umstrittenes Kohlebergwerk in Australien festzuhalten, plant Fridays for Future für diesen Montag Proteste in zahlreichen deutschen Städten - auch in Franken.
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Klimaschützer von Fridays for Future sind dagegen, dass die Firma Siemens am Bau eines Bergwerks mitarbeitet. Das Bild zeigt Demonstrierende am 10. Januar 2020 in Hannover. Nun gibt es auch in Erlangen Proteste. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Klimaschützer von Fridays for Future sind dagegen, dass die Firma Siemens am Bau eines Bergwerks mitarbeitet. Das Bild zeigt Demonstrierende am 10. Januar 2020 in Hannover. Nun gibt es auch in Erlangen Proteste. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Die Klimabewegung Fridays for Future hat zu Protesten gegen Siemens aufgerufen: In mehreren deutschen Städten - darunter das mittelfränkische Erlangen - soll am Montag (13. Januar 2020) gegen die Entscheidung des Konzerns demonstriert werden, an seiner Beteiligung an einem gigantischen Kohleförderprojekt in Australien festzuhalten.

Am Morgen fanden sich auf der deutschen Homepage der Klimabewegung zwölf Veranstaltungen. Eine weitere war am Hauptsitz des Konzerns in München geplant, wie eine lokale Sprecherin von Fridays for Future sagte. "Siemens tritt unsere Zukunft mit den Füßen. Wir werden weiter für Klimagerechtigkeit aufstehen!", heißt es auf der Website.

Spontandemo gegen Siemens: Fridays for Future protestiert in Erlangen

Für Erlangen ist ab 16 Uhr eine einstündige Spontandemo am Himbeerpalast vorgesehen. "Siemens lässt unsere Zukunft hängen! Siemens hat vor wenigen Stunden ihre Entscheidung bekannt gegeben an dem Adani-Projekt fest zu halten! Damit verraten Sie nicht nur ihre eigenen Klimaziele, sondern unser ALLER Zukunft", schreibt Fridays for Future Erlangen. "Lasst uns zeigen, was wir davon halten! Es geht um unsere Zukunft!"

Die Veranstaltungsliste könnte sich noch um einzelne Veranstaltungen verlängern, sagte eine andere Sprecherin von Fridays for Future Deutschland. Sie rechnete allerdings nicht damit, dass die einzelnen Proteste sehr groß ausfallen würden. Dafür seien sie zu spontan geplant worden.

Siemens-Chef Kaeser trifft Aktivistin Neubauer

Siemens-Chef Joe Kaeser hatte am späten Sonntagabend via Twitter mitgeteilt, dass der Konzern an der Lieferung der Zugsignalanlage festhalten werde. Er begründete dies unter anderem damit, dass Siemens zu seinen vertraglichen Pflichten stehen müsse.

Noch am Freitag hatte sich der Manager mit der Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer getroffen. Diese kritisierte die Entscheidung am Sonntagabend als "unentschuldbaren Fehler".

Fridays for Future: Demonstrationen für Februar geplant

Ihr Mitstreiter Nick Heubeck kündigte im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk an: "Der Protest wird auf jeden Fall weitergehen." Auch bei der Hauptversammlung von Siemens am 5. Februar in München werde es Demonstrationen geben.

"Siemens muss sich bewusst sein, und das soll auch ein Zeichen an die anderen Unternehmen in Deutschland sein, dass man eben nicht öffentlich zu Klimaschutz stehen kann und dann trotzdem Entscheidungen treffen kann, die nicht in dieses Jahrhundert passen", sagte er.

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