Erlangen

Erlangen: RathausReport vom 7. Dezember 2018

Zusammenhalt in guten Zeiten stärken ?Prosperität und Zusammenhalt? hat Oberbürgermeister Florian Janik seine Rede überschrieben, in der er in der Dezembersitzung des Stadtrats traditionell das zurückliegende Jahr bilanziert und einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen gibt.
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Zusammenhalt in guten Zeiten stärken

?Prosperität und Zusammenhalt? hat Oberbürgermeister Florian Janik seine Rede überschrieben, in der er in der Dezembersitzung des Stadtrats traditionell das zurückliegende Jahr bilanziert und einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen gibt. In seinen Ausführungen nahm das Stadtoberhaupt auch Bezug auf eine kürzlich gehaltene vielbeachtete Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, in der dieser auf die gegenwärtigen Gefahren der deutschen Demokratie einging. ?So wenig der Demokratie am 9. November 1918 ihr Scheitern schon vorherbestimmt war, so wenig ist heute, einhundert Jahre später ihr Gelingen garantiert?, zitierte Janik und appellierte, auch im wirtschaftlich erfolgreichen Erlangen nicht nachzulassen, die Menschen für die demokratische Auseinandersetzung zu gewinnen und zu begeistern.

Trotz des allgemeinen Wohlstands gelte es, Umbrüche zu gestalten. Prosperität müsse gestaltet werden und fordere Mut zum Wandel ein. Janik unterstrich, dass dieser Wandel nur gemeinsam zu lösen sei und verwies auf die vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten, die die Verwaltung geschaffen hat, damit sich Bürger in allen wichtigen Fragen der Stadtentwicklung einbringen können.

Janik ging in seiner Rede insbesondere auf die Themen Wohnen, Grün, Verkehr sowie Bildung ein. Zwar seien die Zeichen für die Schaffung neuen Wohnraums gestellt ? bis 2040 werden insgesamt über 7.000 neue Wohnungen entstehen ? dennoch bleibe es auch in Zukunft zentrale Aufgabe, Flächen für bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und darauf zu achten, dass ein hoher Anteil davon als sozial geförderter Wohnraum entstehe. Transparente Planungs- und Beteiligungsprozesse seien hierzu ebenso erforderlich wie bei der weiteren Herausforderung, den ansässigen klein- und mittelständischen Unternehmen langfristige Entwicklungsmöglichkeiten durch die Erschließung neuer Gewerbeflächen zu ermöglichen. Janik machte weiterhin deutlich, dass es auch darum gehe, die Lebensqualität der Menschen in der Stadt zu stärken, indem die Belastungen durch Lärm und Abgase reduziert, Verkehrsströme besser gelenkt und das Grün in der Stadt an die Lebenswelt der Menschen angepasst werden.

Parallel dazu bringe man die Planungen zur Stadt-Umland-Bahn voran. Der Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder sowie die Stärkung der Grundschulen für den Anspruch auf Ganztagesbetreuung sind breiter Konsens. ?In Erlangen dürfen wir doppelt von Glück sprechen. Denn wir dürfen gemeinsam eine prosperierende Stadt gestalten und es gibt eine Bürgerschaft, die Beteiligung einfordert und sich einbringt?, so das Stadtoberhaupt zum Abschluss seiner Rede.

Das Schlusswort stellvertretend für den gesamten Stadtrat sprach in diesem Jahr Jörg Volleth von der CSU. Er betonte das Politikverständnis. Man könne von Seiten der Politik nicht alle Wünsche erfüllen, aber unsere Politik müsse für die Bürgerinnen und Bürger verständlich, nachvollziehbar und glaubwürdig sein.

Zukunftsprogramm für Grundschulen und Ganztagsbetreuung

Die Stadt Erlangen bereitet sich intensiv auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter vor, der für das Jahr 2025 erwartet wird. Ergänzend zum laufenden Schulsanierungsprogramm wird deshalb das Programm ?Zukunft Grundschulen und Ganztagsbetreuung? auf den Weg gebracht. Einen entsprechenden Richtungsbeschluss hat gestern der Stadtrat gefasst.

In einem ersten Schritt sollen die Planungen für fünf Grundschulen vorangetrieben werden, nämlich die Friedrich-Rückert-Schule, die Pestalozzischule, die Hermann-Hedenus-Schule, die Mönauschule und die Michael-Poeschke-Grundschule. Diese Priorisierung fußt auf einer eingehenden Untersuchung der Erlanger Grundschulstandorte. So wurden für die einzelnen Schulsprengel demographische und städtebauliche Entwicklungen und insbesondere die prognostizierte Schülerentwicklung und der zu erwartende Betreuungsbedarf für Grundschulkinder einbezogen. Aber auch die Entwicklung des offenen/gebundenen Ganztags an den Standorten und die derzeitige Raumsituation an den Grundschulen wurde berücksichtigt. Die Betreuung von Grundschulkindern soll perspektivisch in enger Kooperation zwischen den Schulen und den Einrichtungen der Jugendhilfe erfolgen und da wo möglich auch ?unter einem Dach?.

Das Investitionsvolumen für die fünf Maßnahmen, die aus Sicht von Stadtrat und Verwaltung einhellig notwendig sind, beträgt 80 bis 90 Millionen Euro. Diese sollen zusätzlich zum laufenden Schulsanierungsprogramm aufgebracht werden, für das in den kommenden acht Jahren jährlich allein 10 bis 13 Millionen Euro an Haushaltsmittel notwendig und das die vorhandenen Personalkapazitäten in der Bauverwaltung bereits bindet. Die Stadt rechnet damit, dass zur Erfüllung des Rechtsanspruchs auf Ganztag zusätzliche staatliche Fördermittel fließen werden.

?Als familienfreundliche Stadt bietet Erlangen bereits jetzt schon qualitätsvolle und bedarfsgerechte Kinderbetreuungs- und Bildungsangebote. Diese Position wollen wir halten und deshalb müssen wir jetzt auch die Grundschulen baulich fit für den Ganztag machen, dafür brauchen wir gute räumliche Bedingungen?, erläutert Bildungsreferentin Anke Steinert-Neuwirth. Oberbürgermeister Florian Janik sagte: ?Wir freuen uns, dass in unserer Stadt viele Kinder geboren werden und Familien hier gerne leben. Und wir wollen auch in Zukunft alles dafür tun, dass es für alle Kinder in unserer Stadt beste Betreuungs- und Bildungsangebote gibt.?

Firmenbesuche: OB bei ZBI Immobilien AG

In der Reihe der Firmenbesuche stattet Oberbürgermeister Florian Janik am Montag, 10. Dezember, der ZBI Immobilien AG einen Besuch ab. Sie hat ihren Sitz in der Henkestraße.

?Demokratie leben!? präsentiert: 70 Jahre Menschenrechtserklärung

Im Rahmen der Reihe 70 Jahre Menschenrechtserklärung treten am Montag, 10. Dezember, um 16:00 Uhr auf der Bühne der Waldweihnacht am Schloßplatz drei Poetry Slam-Künstler auf. Sie werden zu Beginn von Oberbürgermeister Florian Janik begrüßt.

Bürgermeisterinnen eröffnen ?Stimmen für die Menschenrechte?

Die Bürgermeisterinnen Susanne Lender-Cassens und Elisabeth Preuß eröffnen am Montag, 10. Dezember, im Rathausfoyer die Ausstellung der Amnesty International Gruppe Erlangen, ?Stimmen für die Menschenrechte?. Anlass ist die Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vor 70 Jahren und die Gründung der lokalen Amnesty International-Gruppe vor 50 Jahren. Die Ausstellung stellt die Vielfalt der Menschen dar, die sich in der Hugenottenstadt für Menschenrechte einsetzen. Das gesamte Erlanger Programm rund um ?70 Jahre Menschrechte? gibt es im Internet unter www.erlangen.de/diversity.

Sparkasse schüttet wieder Füllhorn aus

Die Stadt- und Kreissparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach fördert auch in diesem Jahr wieder Einrichtungen mit karitativem und sozialem Charakter sowie Vereine und Institutionen. An der Weihnachtsspendenübergabe am Montag, 10. Dezember, in der Geschäftsstelle am Hugenottenplatz nimmt auch Oberbürgermeister Florian Janik teil.

Bahnhofsmission feiert Weihnachten

Bürgermeisterin Elisabeth Preuß stattet der Bahnhofsmission am Dienstag, 11. Dezember, einen Besuch ab. Dort findet eine kleine Weihnachtsfeier statt. Sie begrüßt die Teilnehmer.

Entstehungsgeschichte des Medical Valley Diskussionsthema

Die Entstehungsgeschichte des Medical Valley und die Entwicklungsmöglichkeiten sind Thema einer Diskussionsveranstaltung am Dienstag, 11. Dezember, um 18:00 Uhr im d.hip Center (Henkestraße 127). Zu Beginn stellt der frühere Chef der bayerischen Staatskanzlei, Rudolf Hanisch, sein Buch ?Silicon Valley Bayern? vor. Dabei handelt es sich um eine Dokumentation der jüngeren Wirtschafts- und Technologiegeschichte des Freistaats. Anschließend wird Prof. Erich R. Reinhardt einen Ausblick zur weiteren Entwicklung des Medical Valley geben.

ESTW-Turm leuchtet für Menschenrechte blau

In UN-Blau leuchtet der Schlot der Erlanger Stadtwerke am Montag, 10. Dezember. Grund dafür ist der Tag der Menschenrechte. Sie wurden vor 70 Jahren von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris verkündet. Blau ist die Farbe der UN. 

?Statistik aktuell? mit ausführlicher Analyse zu letzten Wahlen

Nachdem die amtlichen Wahlergebnisse zur Landtagswahl 2018 bereits detailliert veröffentlicht wurden, folgt nun in der städtischen Reihe ?Statistik aktuell? eine weitergehende Analyse. Dabei geht es vor dem Hintergrund verschiedener Bevölkerungs-, Haushalts- und Wohnungsstrukturen in den Stimmbezirken um die Frage: Wer hat wo wie gewählt? Das 16 Seiten umfassende Werk kann im Internet unter www.erlangen.de/statistik abgerufen werden. 

Kunst mit Torte: Kunstgespräch für Erwachsene

Das Kunstpalais versüßt am Dienstag, 11. Dezember, um 15:00 Uhr den Nachmittag mit Kunst und weihnachtlichen Plätzchen. Nach einer Führung durch die neue Ausstellung ?Julius von Bismarck und Julian Charrière. I?m afraid I must ask you to leave? wird die Gelegenheit geboten, sich im Rahmen von Kunst mit Torte über die einzigartigen Experimente und aufregenden Forschungsreisen der beiden Künstler auszutauschen. Im besonderen Ambiente des historischen Bürgersaals werden die Besucherinnen und Besucher eingeladen, eine Tasse Kaffee und Plätzchen der Bäckerei Frank zu genießen. Die Teilnahme kostet, Kaffee und Kuchen inklusive, 6,00 Euro. Anmeldungen sind per E-Mail möglich unter info@kunstpalais.de oder telefonisch unter 09131 86-2621.

Schubert-/Brahmstraße: Umlegung der Vollsperrung

Wie das Referat für Planen und Bauen der Stadtverwaltung informiert, hat sich die Lage der Vollsperrung Schubertstraße, die noch bis 21. Dezember dauert, verändert. So ist nun die Westseite der Brahmstraße gesperrt, sie kann von der Nürnberger Straße aus nur bis zur Baustelle befahren werden. Die Verbindung Zeppelin-/Schubert-/Brahmstraße bleibt aber aufrechterhalten. In dem Bereich finden seit Ende Oktober Schachtauswechslungen statt.

07.12.2018
Dieser Inhalt wurde erstellt von Stadt Erlangen


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