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Gedenken: Landtagsvizepräsident Hiersemann wäre 75 geworden Der Landtagsvizepräsident und frühere Stadtrat Karl-Heinz Hiersemann wäre kommenden Samstag, 17. August, 75 Jahre alt geworden.
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Gedenken: Landtagsvizepräsident Hiersemann wäre 75 geworden

Der Landtagsvizepräsident und frühere Stadtrat Karl-Heinz Hiersemann wäre kommenden Samstag, 17. August, 75 Jahre alt geworden. Ein Blumengebinde an seinem Grab erinnert an den Geburtstag des Vollblutpolitikers. Der 1944 in Breslau geborene Hiersemann bleibt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der bayerischen Sozialdemokratie ? er war u.a. Vizepräsident des Bayerischen Landtags ? in Erinnerung.

Mit seiner Familie kam er 1947 in die Hugenottenstadt, nach dem Studium an der hiesigen Alma Mater war er als Rechtsanwalt in Erlangen tätig. Nach dem Eintritt in die SPD (1969) war er von 1970 bis 1974 deren Vorsitzender in Erlangen, zog 1972 in den Stadtrat (bis 1979) und 1974 in den Bayerischen Landtag ein. Er galt als parlamentarisches Urgestein, dem die Macht des Wortes ? ?bester Redner im Maximilianeum? ? zur Verfügung stand. Als SPD-Spitzenkandidat der Landtagswahl 1986 erlitt er jedoch eine enttäuschende Niederlage. Von 1992 bis zu seinem frühen Tod im Juli 1998 war er Landtags-Vizepräsident. Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Parteistrukturreform und die Verbesserung der Rechte der Opposition im Parlament, u.a. in den Untersuchungsausschüssen. Auf seine Vermittlung hin kam die Städtepartnerschaft mit Jena noch zu DDR-Zeiten zustande. Geehrt wurde er mit dem Bayerischen Verdienstorden (1985), der Bayerischen Verfassungsmedaille in Gold (1989) und dem Bundesverdienstkreuz (1993).

Karl-Heinz Hiersemann starb am 15. Juli 1998. Im darauffolgenden Jahr wurde die Vierfachturnhalle im Berufsschulzentrum in der Drausnickstraße nach ihm benannt.

?Fiesta de Arte?: Partnerschaftliche Kunst in Tennenlohe

Der Kunstkreis Tennenlohe, 1999 gegründet, veranstaltet jetzt zu seinem 20-jährigen Bestehen wieder eine ?Fiesta de Arte?. Damit soll an die Anfangsjahre angeknüpft werden, sechs Mal fand eine ?Fiesta? statt. Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens kommt am Sonntag, 18. August, in den Tennenloher Skulpturenpark (Sebastianstraße/An der Wied), um die fertigen Werke in Augenschein zu nehmen. Zwei der fünf Künstler haben schon einmal bei einer früheren ?Fiesta de Arte? ein Kunstwerk für Tennenlohe geschaffen: Isabelle Brisset (2008) aus Rennes und Igor Tschernoglasow (2006) aus Wladimir. Nuna Frei (Nürnberg), Kirill Wedernikow und Igor Tschernoglasows Sohn Sergej, beide aus der russischen Partnerstadt, sind zum ersten Mal dabei.

Sudetendeutsche: ?So geht Verständigung ? dorozum?ní?

Im Rathausfoyer ist seit Montag die Ausstellung ?So geht Verständigung ? dorozum?ní? zu sehen. Sie dokumentiert das heutige Selbstverständnis der Sudetendeutschen als verbindendes Element zwischen den Völkern Mitteleuropas, insbesondere zwischen Deutschen und Tschechen. Die Ausstellung ist dreisprachig konzipiert: in deutscher, englischer und tschechischer Sprache. Auf 38 Tafeln wird die Verständigung der Sudetendeutschen dargelegt. Während der Öffnungszeiten des Rathauses ist die Schau noch bis Freitag, 23. August, zu sehen.

14.08.2019
Dieser Inhalt wurde erstellt von Stadt Erlangen
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