Hemhofen
Digitalisierung

Erlangen-Höchstadt: Söder startet kostenfreies Wlan für drei Buslinien im Landkreis

Heimatminister Markus Söder hat am Mittwoch den Startschuss für kostenfreies Wlan in 20 Bussen im Landkreis Erlangen-Höchstadt gegeben.
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Digital unterwegs: Landrat Tritthart, Minister Söder und der Bürgermeister Ludwig Nagel.  Foto: Anna-Lena Deuerling
Digital unterwegs: Landrat Tritthart, Minister Söder und der Bürgermeister Ludwig Nagel. Foto: Anna-Lena Deuerling
Circa 45 bis 50 Minuten ist man mit der Linie 205 von Höchstadt nach Erlangen unterwegs. Nicht ganz solange war der bayerische Finanz- und Heimatminister Markus Söder (CSU) gestern vor Ort, um in Hemhofen - genau in der Mitte der Strecke - die kostenfreie Internetverbindung für 20 ausgewählte Regionalbusse im Landkreis zu starten.


Einer von sechs Pilotlandkreisen

Auch unterwegs kostenlos im Bus mit Smartphone und Tablet surfen - das geht jetzt auch auf dem Weg von Höchstadt nach Gremsdorf oder Hemhofen. Denn Erlangen-Höchstadt ist einer von sechs Pilotlandkreisen im Freistaat, in denen das Bayern-Wlan dieser Tage in Betrieb genommen wird.

Drei Linien im Landkreis profitieren vom bayerischen Digitalisierungsprojekt: Die Linien 203, 203E und 205. Im letzten Jahr habe man diese Strecke zwischen Erlangen und Höchstadt bereits ausgebaut, erklärt Landrat Alexander Tritthart (CSU). Neben einer besseren Taktung und ausgedehnten Strecke seien dort auch neue, moderne Busse unterwegs. Die besten Voraussetzungen, um jetzt mit dem kostenfreien Wlan-Zugang die Nutzung noch attraktiver für die Bürger zu machen. Verfügbar ist es ab sofort.

Gemeinsam mit Landrat Tritthart erklärt Söder auch, warum gerade Erlangen-Höchstadt zu den Testregionen zählt: Der Landkreis gilt als sicher und zählte zu den schnellsten Bewerbern.

Die Ergebnisse der Testphase sollen am Ende allen Gemeinden und Landkreisen nutzen - Kommunen sollen motiviert werden, eigene Wlan-Hotspots anzubieten. Doch nicht nur kleine Gemeinden in Bayern, der ganze Bund müsse dringend nachrüsten, so Söder gestern.

"Deutschland ist in Sachen öffentliches Wlan rückständig", sagt er. Grund dafür sei bisher vor allem die sogenannte Störerhaftung gewesen. Die besagte, dass der Anbieter eines Hotspots auch für alle Handlungen und möglichen Rechtsverstöße der Nutzer haften muss. "Eine absolut absurde Situation", so Söder in Hemhofen. Mit dem sicheren Bayern-Wlan sei man von rechtlichen Fragen dieser Art befreit. Zudem sei der Jugendschutz durch einen Filter garantiert.


20 000 Hotspots bis 2020

Bis 2020 soll im Freistaat ein engmaschiges Netz von kostenfreien Hotspots entstehen. Neben Universitäten, Schulen, öffentlichen Plätzen und touristischen Zielen will man auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln den Weg frei für Digitalisierung machen. Damit soll gerade in Metropolregionen die Nutzung der "Öffentlichen" wieder attraktiver werden. Studenten, Schüler und Pendler sollen die Zeit um Bus sinnvoll nützen können und "anonym und in voller Bandbreite rund um die Uhr" surfen können. Positiver Nebeneffekt: Der Vandalismus in Bussen gehe zurück.



So nutzen Sie das Bayern-Wlan

Alle Hotspots heißen "@BayernWLAN" - ein Passwort oder Anmeldedaten sind nicht erforderlich. Verfügbar ist das Wlan in den Linien 203 E (Erlangen - Höchstadt), 203 (Erlangen - Gremsdorf - Höchstadt) und 205 (Erlangen - Hemhofen - Höchstadt). red

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