Erlangen

Erlangen: Aufsicht einer öffentlichen Toilette versprüht Reizgas, weil Gast nicht zahlen will

Ein Gast will den üblichen Unkostenbeitrag einer öffentlichen Toilette nicht bezahlen und wird dabei schwer verletzt - durch nicht zugelassenes Reizgas.
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Symbolfoto: Boris Roessler/dpa
Symbolfoto: Boris Roessler/dpa
Weil ein 31-Jähriger sein "Geschäft" auf einer öffentlichen Toilette in der Erlanger Innenstadt nicht bezahlen wollte, kam es zu einem ungewöhnlichen Vorfall, wie die Polizei mitteilt.

Am Dienstagabend suchte der Mann die WC-Anlage auf - war jedoch nicht bereit im Vorfeld den üblichen Unkostenbeitrag für die Reinhaltung der Toilette zu bezahlen. Dies brachte der Gast wohl auch deutlich gegenüber der 76-jährigen, männlichen Toilettenaufsicht zum Ausdruck.

Der Verantwortliche der Bedürfnisanstalt griff deshalb kurzerhand zu einem Reizstoffsprühgerät und setzte dies gegen den jüngeren Mann ein. Um sich daraufhin die Augen am Waschbecken der Toilettenanlage auszuspülen, betrat der 31-Jährige dennoch die Toilette.

Der Tatverdächtige setzte daraufhin erneut Reizstoff gegen den "Eindringling" ein. Der Mann erlitt durch den Angriff Augenreizungen und wurde zur ärztlichen Versorgung in eine Fachklinik gebracht. Bei der Prüfung des eingesetzten Sprühgeräts wurde von den Polizeibeamten festgestellt, dass diese nicht mit dem erforderlichen Prüfzeichen versehen ist. Der 76-jährige Mann aus Nürnberg, hat sich wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen einer Zuwiderhandlung nach dem Waffengesetz zu verantworten.

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