Wachenroth

Eine Wachenrotherin schenkt alten Kerzen ein neues Leben

Abgebrannte Kerzen vom Adventskranz oder Weihnachtsbaum: Wer nach den Feiertagen Wachsreste übrig hat, diese aber nicht wegschmeißen möchte, für den hat die Wachenrotherin Natalie Heck eine Lösung.
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Aus alten Wachsresten gießt Natalie Heck neue Kerzen in unterschiedlichen Formen. Fotos: privat
Aus alten Wachsresten gießt Natalie Heck neue Kerzen in unterschiedlichen Formen. Fotos: privat
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Ohne Kerzen geht in der Weihnachtszeit nichts - unersetzlich sind natürlich die vier Kerzen des Adventskranzes. Besonders Traditionelle schwören am Christbaum auf die echten und verschmähen die elektrischen Leuchter. Nach den Feiertagen fällt in vielen Haushalten deshalb vor allem eines an: Abgebrannte Kerzen, die nur noch aus einem Stumpen Wachs bestehen und so schnell im Müll landen.

Damit das nicht passiert, haucht Natalie Heck aus Wachenroth alten Kerzenresten neues Leben ein: Sie schmilzt das Wachs und zieht dann neue Kerzen daraus. Im Internet, auf Facebook oder bei "Ebay-Kleinanzeigen", ist sie deshalb immer auf der Suche nach Wachsresten.

Wachsgranulat ist teuer

Zu dem Hobby ist sie durch Zufall gekommen. "Vor Jahren habe ich ein Set aus Langeweile gekauft", sagt die Wachenrotherin. Anfangs hat sie mit Wachsgranulat gearbeitet, das sei aber sehr teuer. Eine "Hobbykerzen"-Kollegin hat sie dann auf die Idee mit den Kerzenresten gebracht. Seit einigen Monaten gießt sie nun regelmäßig neue Kerzen, rund zehn Stück pro Woche.

Zuerst schmilzt sie die Kerzenreste farblich getrennt im Wasserbad ein. "Man muss immer dabei sein", betont Heck. Dann trennt sie den Docht und Verzierungen wie Glitzerpartikel aus dem Wachs. Sobald die Masse vollständig geschmolzen ist, füllt sie diese in Förmchen, spannt einen neuen Docht ein und lässt das Wachs erkalten.

Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, wird noch einmal "nachgegossen". Das muss geschehen, bevor die Kerze völlig erkaltet ist, da sich sonst die Wachsschichten nicht mehr verbinden. "Und dann kommt die Überraschung", sagt sie.

Welche Farben sie besonders oft bekommt? "Leider rot", sagt Heck und lacht. Farblose Kerzen färbt sie mit Pigmenten oder bunten Wachsmalstiften ein. Noch ist das ganze ein Hobby für sie: Die fertigen Kerzen verschenkt Heck dann an Freunde oder Bekannte. Oder an die Spender der alten Kerzen. "Ich übe noch", sagt sie. Vielleicht wird aus dem Hobby dann irgendwann einmal mehr.

Wohin mit den dürren Christbäumen?

Weihnachtsbäume können zur Kompostieranlage in Medbach oder zu den Wertstoffhöfen gebracht werden. Alternativ holen Vereine oder Organisationen in manchen Städten und Gemeinden die Christbäume (gegen eine kleine Spende) zuhause ab:

Stadtgebiet Höchstadt und Etzelskirchen/Spielmannszug der Feuerwehr: Samstag, 11. Januar, ab 9 Uhr, Spende: zwei Euro;

Wachenroth und alle Ortsteile/Schwallclub: Samstag, 11. Januar zwischen 13 und 15 Uhr, Spende: fünf Euro;

Adelsdorf/Christbaumaktion der JU: Samstag, 11. Januar, ab 7.30 Uhr;

Lonnerstadt/Freiwillige Feuerwehr: Samstag, 11. Januar, ab 9 Uhr;

Vestenbergsgreuth und Ortsteile/TTC Kienfeld: Samstag, 18. Januar, ab 8 Uhr;

Hemhofen: 3. bis 14. Januar, Ablieferung an der Schafscheune oder in Zeckern am Bahnhofsgelände. Keine Gewähr auf Vollständigkeit.fr

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