Altstadtfest

Eine Stadt aus dem Häuschen: Altstadtfest in Höchstadt

Die Besucher kamen aus der ganzen Region nach Höchstadt, um ein grandioses Altstadtfest zu erleben.
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Die Musiggfabrigg sorgte wie üblich für den richtigen Mix. Rund 30 Musiker aus Höchstadt und Umgebung standen in wechselnden Formationen auf der Bühne.  Fotos: Evi Seeger
Die Musiggfabrigg sorgte wie üblich für den richtigen Mix. Rund 30 Musiker aus Höchstadt und Umgebung standen in wechselnden Formationen auf der Bühne. Fotos: Evi Seeger
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Nein, die Perle des Aischgrunds war keineswegs feiermüde. Es gibt immer noch eine Steigerung, selbst nach so tollen Events wie Kirchweih, Weißer Nacht und Kulturfeuerwerk. Altstadtfest - das ist Atmosphäre, das ist Begeisterung, das ist - im historischen Ambiente - Feeling pur, das unter die Haut geht.

Kollektive Begeisterung für ein Städtchen, einen Platz, der ein Zuhause ist. Dafür muss man nicht mit Aischwasser getauft sein, wie in Gesprächen immer wieder deutlich wurde.

Wie sonst wäre zu verstehen, dass sich unzählige ehrenamtliche Helfer aus den Vereinen drei Tage - vor allem aber die Nächte - um die Ohren schlagen, um das Fest zu dem zu machen, was es ist. Oder dass der ehemalige Polizeichef Fischbrötchen verkauft und das Stadtoberhaupt Bier zapft.

Die Musiggfabrigg legt los

Auch in seiner 34. Auflage - und damit längst den Kinderschuhen entwachsen - war "das Fest der Feste im Aischgrund" wieder grandios. Schon als am Samstag, gegen 20 Uhr, die Musiggfabrigg im Zelt am Marktplatz loslegte, war auf der Feiermeile bis zum Schlossberg kaum noch ein Durchkommen. Etwa 30 Musiker aus Höchstadt und Umgebung standen in wechselnden Formationen auf der Bühne. Die "Ladies" der Musiggfabrigg heizten dem Publikum nicht nur mit ihren Stimmen, sondern durch ihre Ausstrahlung ein. Auch "Gäry" bewies sich als ein überaus charismatischer Vokalist, der die Nähe des Publikums suchte. Dafür stieg er sogar auf die Tische.

Parallel dazu sorgte im Schlosshof "Motion Sound" für ein prall gefülltes Zelt. Die erfolgreiche fränkische Cover-Band hatte ihre eingefleischten Fans - an den Shirts leicht zu erkennen - mitgebracht. "In Front of the Band" wurde vor der Bühne "geheadbangt" was das Zeug hält.

Musik für Individualisten gab es nur wenige Meter weiter am Schlossberg bei "Mr. Finger & the Shifters". Dazu wurde ordentlich "abgetanzt". Gleich nebenan entzündeten die Pfadfinder vom Stamm Hohenstete ein offenes Feuer, um das sich sogleich viele junge Leute scharten.

Mehr Rauch als am Bratwurststand des Skiclubs gab es nur noch im Engelgarten: Nach der Vorgruppe "Birth of the Wicked" hatte dort die legendäre fränkische Metal-Band "Justice" ihr Zelt aufgeschlagen.

Justice benebelt den Engelgarten

Sie sorgte nicht nur für ganz viel Nebel. Mit metallischen Klängen ließ sie das Blut in den Adern frieren. Die Fans von Hard Rock und Thrash kamen von weither. Die Szene war - gegen 22.30 Uhr - sehr ruhig. Die Polizei war dennoch präsent.

Ruhig auch für Michelle und Alexander vom BRK, die am Samstag bis um 2 Uhr nachts Dienst hatten. Ehrenamtlich, versteht sich. Nur ein paar kleinere Verletzungen mussten versorgt werden.

Ein fröhliches Fest also, das auch kulinarisch viel zu bieten hatte. Von Hot Dogs über Pizza bis hin zu den ungarischen Langos reichte die Palette der Spezialitäten.

Nicht zu vergessen die fränkischen Bratwürste und die Fischspezialitäten. Der Fischereiverein war gleich zweimal - am Markt und am Schloss - vertreten.

Auf dem Schlossberg bildeten sich am Stand des Ski-Clubs wieder lange Schlangen wegen der bekannt guten Bratwürste. Ski-Club-Vorstand Hubert Scheidel konnte für die drei Tage auf rund sechzig Helfer zurückgreifen. "Das Wetter ist auf unserer Seite", sagte Scheidel. Die Feiernden ließen sich von der Abkühlung jedenfalls nicht abhalten. "Man zieht einfach eine Jacke über", so Scheidel.

Wer es etwas ruhiger haben wollte, kehrte beim Gartenbauverein in der Brauhausgasse ein. Zahlreiche "Bierinseln" luden zum Verweilen ein. Daneben gab es an vielen Ständen herrliche, leicht erfrischende Cocktails, die allein schon durch ihre Farben faszinierten.

Und (vom Engelgarten aus war er wohl am besten auszumachen): Ein beinahe voller Mond beleuchtete das Altstadtfest und setzte es überaus romantisch in Szene. Mehr Fotos:



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