Erlangen
Amtsgericht Erlangen

Einbrecher in Höchstadt und Weisendorf bleibt auf freiem Fuß

30 000 Euro in Form von Bargeld, Schmuck und Münzen erbeutete ein 45-jähriger Einbrecher bei seinem Beutezug. Das Gericht verhängte eine Bewährungsstrafe.
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Symbolfoto: Daniel Maurer/dpa
Symbolfoto: Daniel Maurer/dpa

Ein 45-Jähriger, der im November 2017 und im Februar 2018 in drei Einfamilienhäuser in Weisendorf und Höchstadt eingebrochen ist, wurde am Donnerstag vom Amtsgericht Erlangen verurteilt.

Wie Richter Wolfgang Gallasch auf Anfrage des Fränkischen Tags mitteilt, stammt der Mann aus Bosnien und lebt in Remscheid (NRW). Er habe bei den Einbrüchen Bargeld, Schmuck und Münzen im Wert von rund 30.000 Euro erbeutet. In einem Fall wird noch nach einem Komplizen mit Haftbefehl gefahndet.

Das Gericht folgte der Forderung der Staatsanwaltschaft von drei Jahren und sechs Monaten Haft nicht. Es verhängte eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Der Grund: Würde er in Haft gehen, könne er den Schaden nicht wiedergutmachen, da er sonst seinen Arbeitsplatz verlieren würde.

Der Bosnier, der bisher nicht vorbestraft war, ist Maschinenführer und brachte Gehaltsnachweise über 2700 Euro monatlich vor.

Geld für die Geschädigten

Der Angeklagte konnte einen Kredit aufnehmen, wodurch er den Geschädigten 18 000 Euro als Wiedergutmachung geben kann. Weitere 12.000 Euro soll er über fünf Jahre Bewährungszeit mit einer Rate von monatlich 200 Euro abstottern.

Sollte der Mann in seine Heimat Bosnien verschwinden und die Auflagen nicht erfüllen, würde die Bewährung erlöschen und er müsste in Haft.

Wie Richter Gallasch mitteilt, sei dann eine internationale Amtshilfe möglich aber hoch komplex und deshalb unüblich angesichts der dafür minderen Schwere des Delikts.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft will offenbar noch prüfen, ob sie in Berufung geht.

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