Abschluss

Ein Kunstwerk im Aischgrund für die Ewigkeit

Die Windfahnen des verstorbenen Höchstadter Künstlers Roland Lindenmann wurden komplett überholt wieder an ihrem alten Platz im Aischgrund aufgestellt.
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Sie alle haben einen Teil dazu beigetragen, dass die Windfahnen (im Hintergrund) wieder den Aischgrund zieren.  Foto: Andreas Dorsch
Sie alle haben einen Teil dazu beigetragen, dass die Windfahnen (im Hintergrund) wieder den Aischgrund zieren. Foto: Andreas Dorsch
"Die Windfahnen waren nicht unumstritten, gehören aber inzwischen dazu", stellte Bürgermeister Gerald Brehm (JL) fest, als er am Donnerstag zur kleinen Feier auf die Aischwiesen gekommen war. An dem wieder aufgestellten Werk des verstorbenen Höchstadter Künstlers Roland Lindenmann hatten sich alle versammelt, die an der Aktion beteiligt waren.

Kathrin Nißlein und Eberhard Ranger von der "Initiative Roland Lindenmann" waren die Motoren der Projekts. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, das 2003 aus Sicherheitsgründen abgebaute Kunstwerk neu erstehen zu lassen. Ranger nutzte die Gelegenheit, Nißlein, den beteiligten Handwerkern vom Greuther Schmied Thomas Bochtler, den Firmen Schaeffler und Wiegel zu danken, die die stählernen Teile, mit neuen Lagern und einer wetterfesten Oberfläche versehen, an ihren alten Platz im Aischgrund zurücksetzten.

Bürgermeister Brehm sprach von einem "Musterbeispiel, wie man es machen kann". Eine Weltfirma, ein Mittelständler und ein Schmied vor Ort hätten hier etwas Besonderes geschafft. Toll sei es auch, dass die Firma Schaeffler - diesmal in Form der Lehrwerkstatt - immer dabei ist, wenn es um besondere Projekte geht.

Konstruktionsleiter Markus Rieger aus dem Höchstadter Schaeffler-Werk freute sich, dass er mit seinen Jungs einen Beitrag leisten durfte. Die Lehrlinge haben für die Windfahnen spezielle Gleitlager aus Edelstahl gefertigt, die der Greuther Schmied dann so einbaute, dass ihnen Witterung und Hochwasser nichts mehr anhaben können. Die Schaeffler-Teile sehe man zwar nicht, dafür seien sie aber auf jeden Fall nachhaltig, erklärte Rieger.

Verzinkung, Korrosionsschutz und Endbeschichtung bekamen die Windfahnen im Höchstadter Werk der Feuerverzinker Wiegel. Werkleiter Reinhold Taut bedankte sich dafür, mit seinem Betrieb in Höchstadt so herzlich aufgenommen worden zu sein. Die Firma Wiegel sei sofort bereit gewesen, bei der Aktion mitzumachen. Sie habe mit der Oberflächenbehandlung ihren Teil dazu beigetragen, ein Kunstwerk für die Ewigkeit zu schaffen.


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